„Deutsch“ in amerikanischen Filmen/Serien

Bei einer der letzten Folgen von »The Big Bang Theory« fragte ich mich wieder einmal, was ich da eigentlich gerade gehört habe …

Folgende Situation: Sheldon ist krank und bittet Amy, ihm das Lied „Soft Kitty“ vorzusingen (regelmäßige TBBT-Gucker wissen Bescheid). Doch als sie es einmal auf Englisch gesunden hat, möchte er noch die deutsche Version hören, und da horcht man als Deutsche natürlich auf. Hier erst einmal der Ausschnitt:

 

„Weiches Kätzchen, warmes Kätzchen, das nie und nimmer … (miaut? murrt? WTF?), Liebes Kätzchen, müdes Kätzchen … (schnurrt, schnurrt, schnurrt???).“ Alles in Klammern ist geraten.

Gut, es hat schon deutlich schlimmere Varianten von „deutscher Aussprache“ in Filmen und Serien gegeben,und das „mörrt“ und „schnörrt“ kann man eigentlich schon wieder ganz witzig finden – aber die große Frage bleibt doch: Warum fragen die Macher dieser Filme und Serien nicht jemanden, der sich damit auskennt? Ich weiß ja nicht, wie „Mandarin-Chinesisch“ und „Navaho“ für Muttersprachler klingen, vermute aber mal, dass sie ähnlich irritiert vor dem Fernseher sitzen. Wahrscheinlich wurde aus Kosten- und Zeitgründen darauf verzichtet, einen Übersetzer oder Dolmetscher zurate zu ziehen und sich nach der korrekten Aussprache zu erkundigen, und das hat man nun davon … Hut ab vor Mayim Bialik, die das ohne mit der Wimper zu zucken durchzieht.

Ich bin mal gespannt, wie das in der deutschen Synchronisation gelöst wird.

Jetzt verratet mir doch mal, was ihr an den Stellen, die ich eingeklammert habe, versteht …

»Zootopia« as a Crime Thriller

Habt ihr den Film »Zootopia« gesehen? Mir hat er richtig gut gefallen, und ich war nach dem Trailer doch überrascht, wie spannend und rasant die Story ist, da ich mit weniger gerechnet hatte. Daher finde ich die Idee super, die das Team von CineFix hier realisiert hat: Sie haben einen Trailer für »Zootopia« im Stil eines Thrillers zusammengeschnitten. 🙂

Verschreiber des Tages

Er hielt vor einer toten Ampel an.

Na, den hätte die Rechtschreibprüfung auch wieder nicht gefunden …

Es ist natürlich immer sinnvoll, vor einer toten Ampel anzuhalten (vorausgesetzt, sie ist ausgefallen, denn eine andere Definition von tot mag mir in diesem Zusammenhang nicht einfallen), aber im aktuellen Kontext war die Ampel natürlich rot und nicht tot. 😉

 

Uff

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Soeben ist nach der letzten Feinabstimmung mit meiner großartigen Lektorin Claudia Jürgens eine Übersetzung an den Verlag gegangen, die zu meinen bisher sprachlich anspruchsvollsten und kniffligsten gehörte – und mir großen Spaß gemacht hat, weil es eine ganz großartige und spannende Geschichte ist. Allerdings hat mein Kopf zwischendurch schon das eine oder andere Mal heftig geraucht, wobei ich gerade an dieses Bild denken musste, das mir letztens vor die Kameralinse gekommen ist.

Zu dem Buch und auch den Schwierigkeiten, vor denen ich bei der Übersetzung stand, schreibe ich demnächst mal mehr, aber jetzt muss ich noch einen Krimiübersetzung fertigstellen …

 

Vorschau: »Das Angstexperiment« von JA Konrath

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Wenn der Stammübersetzer eines Autors keine Zeit hat, kann es schon mal passieren, dass man unverhofft einen Band übersetzt, mit dem man gar nicht gerechnet hat. Aus diesem Grund stammt die Übersetzung von »Das Angstexperiment« von J.A. Konrath (im Original »Haunted House«) nicht wie gewohnt von Peter Zmyj, sondern zur Abwechslung mal von mir.

Worum gehts?

Kurzbeschreibung

Besiege deine Angst. Oder stirb.

Eine Million Dollar: Soviel bekommt jeder von ihnen, wenn er eine einzige Nacht in dem Butler-Haus überlebt, diesem Ort des Schreckens. Unvorstellbar sadistische Morde wurden hier begangen, seitdem soll etwas Böses in dem alten Gemäuer spuken. Für die acht Testpersonen kein Problem, glauben sie: Sie haben gelernt, sich zu verteidigen.

Das Experiment beginnt – und das Grauen erwacht. Etwas greift sie an, nimmt sie gefangen, weckt in ihnen Angst jenseits aller Vorstellungskraft. Aber sind es wirklich Geister, die ihren Tod wollen? Oder ist es etwas Reales? Sie haben nur zwei Möglichkeiten, um der Panik und dem Schmerz zu entkommen: möglichst schnell zu sterben. Oder zu kämpfen …

Über den Autor

J.A. Konrath hat im Rahmen seiner Jack-Daniels-Serie bereits zehn Romane verfasst, die in keiner bestimmten Reihenfolge gelesen werden müssen. In deutscher Sprache sind bisher die Titel »Mr. K«, »Kite«, »Der Lebkuchenmann«, »Guter Bulle, böser Bulle«, »Die Psychopathen«, »Der Chemiker«, »Die Scharfschützen«, »Die Erzfeinde«, »Der Nagelkiller« und »Die letzte Runde« erschienen.

Außerhalb der Serie wurden »Alle wollen Tequila«, »Die Brandmörder« sowie der Techno-Thriller »Auf der Liste« veröffentlicht.

Der Autor hat zudem unter dem Pseudonym Jack Kilborn mehrere Horrorromane geschrieben.

Die Verkaufszahlen von J.A. Konraths E-Books haben die Millionengrenze überschritten.

Der Roman erscheint am 6. Juni 2017, und es geht wie erwartet blutig und spannend zur Sache – freut euch drauf! 🙂

Weitere Informationen bei Amazon.

Verlosung: Blogger schenken Lesefreude 2017

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

Weitere Infos: http://www.welttag-des-buches.de/

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Ich bin auch dieses Jahr wieder mit dabei und verlose fünf Belegexemplare (also von mir übersetzte, nagelneue und ungelesene Bücher) – macht also fleißig mit und gewinnt! :)

Was könnt ihr gewinnen?

1 x „Herbstzauber in Briar Creek“ von Olivia Miles, Bastei Lübbe 2016

Inhalt:

Als Jane Madison erfährt, dass ihr Exmann zum zweiten Mal heiratet, gerät ihre Welt erneut ins Wanken. Sie ist sich sicher, nie wieder glücklich zu werden. Doch dann taucht Henry Birch in Briar Creek auf, der Mann, der Jane die Heirat bis zu ihrem Hochzeitstag ausreden wollte – und ihr Herz auch nach all den Jahren höher schlagen lässt. Aber eine alleinerziehende Mutter kann doch nicht den besten Freund ihres Exmanns lieben … oder etwa doch?

Weitere Infos beim Verlag oder bei Amazon

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1 x „Patrimonium: Ein Pip & Flinx Roman“ von Alan Dean Foster, Bastei Lübbe 2011

Inhalt:

Flinx reist zu der fernen Welt mit dem wunderlichen Namen Gestalt. Hier wird er angeblich alle Antworten auf seine Herkunft finden. Doch zu seinem Pech lauert ein Kopfgeldjäger auf ihn, der kürzlich von der fürstlichen Belohnung erfahren hat, die auf Flinx ausgesetzt ist. Ehe Flinx sich’s versieht, wird sein Gleiter abgeschossen, und er muss notlanden. In einem reißenden Fluss, mitten in einer unwirtlichen Gegend, in der es von ausgehungerten Fleischfressern nur so wimmelt …

Weitere Infos beim Verlag oder bei Amazon

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1 x „Grimm 2: Die Schlachtbank“ von John Passarella, Cross Cult 2014

Inhalt:

Detective Nick Burkhardt, von der Mordkomission Portland, entdeckt, dass er einer geheimen Elite-Gruppe von Profilern, bekannt als „Grimms“ abstammt, die die Balance zwischen der Menscheit und mystischen Kreaturen bewahrt.

In den Wäldern nahe Portland wird ein Bündel menschlicher Knochen gefunden. Nick und Hank finden heraus, dass die Zahl der vermissten Personen in der Stadt in den letzten Wochen rapide gestiegen ist. In der Zwischenzeit hilft Monroe einem alten Freund in den Ruhestand zu gehen. Als die Profiler tiefer in den Fall eintauchen, beginnen sie die schreckliche Wahrheit über die Wesen ans Tageslicht zu bringen …

Weitere Infos beim Verlag oder bei Amazon

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1 x „Wenn ich nicht mehr bin“ von Emily Bleeker, AmazonCrossing 2017

Inhalt:

Lieber Luke, lass mich dir als Erstes sagen, dass ich dich liebe … Ich wollte dich nie verlassen …

Luke Richardson kehrt nach der Beerdigung seiner geliebten Frau Natalie nach Hause zurück und muss ihre drei gemeinsamen Kinder nun allein großziehen. Aber auf eines ist er nicht vorbereitet: einen blauen Umschlag mit der Handschrift seiner Frau, der auf dem Boden ihres Hauses auf ihn wartet.

Der darin enthaltene Brief, den Natalie am ersten Tag ihrer Krebsbehandlung vor einem Jahr geschrieben hat, ist nur der erste von vielen. Luke ist überzeugt davon, dass die Briefe tatsächlich von seiner Frau stammen, aber wer bringt sie ihm? Und was hat es mit dem mysteriösen Mann auf sich, den Natalie kurz vor ihrem Tod kontaktiert hat? Entschlossen begibt sich Luke auf die Suche nach Antworten und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das ihn dazu bringt, alles infrage zu stellen, was er über Natalie zu wissen glaubte.

Weitere Infos bei Amazon

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1 x „Perfect Touch – Intensiv“ von Jessica Clare, Bastei Lübbe 2016

Inhalt:

Edie King macht keinen Hehl daraus, dass ihr Katzen lieber sind als Menschen. Sie arbeitet leidenschaftlich gern als Katzentherapeutin, engagiert sich ehrenamtlich im Tierheim und adoptiert beinahe jede Katze, die ihr über den Weg läuft. Als der Milliardär Magnus Zeit mit ihr verbringen will, findet er daher schnell etwas, das ihre Aufmerksamkeit fesselt: eine Katze, die dringend professionelle Hilfe braucht. Allerdings sind sowohl das Tier als auch die Frau eigensinniger als erwartet …

Weitere Infos beim Verlag oder bei Amazon

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Was müsst ihr tun?

Nicht viel. 🙂 Verratet mir doch in den Kommentaren (oder auch gern per E-Mail an pbcat(at)gmx.de), welches Buch, welcher Comic oder welche Graphic Novel euer aktueller Lesetipp ist und welchen Titel ihr gern gewinnen möchtet.

Hinterlasst mir bitte auch eure E-Mail-Adresse, damit ich euch im Gewinnfall erreichen kann, und gebt keine E-Mail- oder Postadressen in den Kommentaren an (Datenschutz!).

Wie lange läuft das Gewinnspiel?

Das Gewinnspiel startet ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Posts und endet am Sonntag, den 07.05.2017, um 24 Uhr MESZ.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Für die Verlosung gilt: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Teilnahme ab 18 Jahren, und ich verschicke nur an Adressen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Außerdem behalte ich mir das Recht vor, das Gewinnspiel vorzeitig abzubrechen.

Die Gewinner werden per Losverfahren (True Random Number Generator, http://www.random.org) unter allen Kommentaren, die o.g. Bedingungen erfüllt haben, ermittelt und per E-Mail benachrichtigt.

Alle persönlichen Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.

Habt einen schönen Welttag des Buches! Ich hoffe, ihr findet ein paar Stunden Zeit zum Lesen!

Filmtipp: »Arrival« (spoilerfreie Kritik)

Endlich habe ich es letztens geschafft, mir den Film »Arrival« anzuschauen, den ich eigentlich letztes Jahr im Kino gucken wollte, aber leider verpasst habe.

Und ich bin wirklich begeistert. Das ist mal nicht der typische Actionstreifen, wie es doch viele Science-Fiction-Filme in letzter Zeit gewesen sind, sondern ein größtenteils sehr ruhiger, intelligenter, aber trotzdem spannender Film.

Als kleine Erinnerung hier noch mal der Trailer:

Der Film beginnt damit, dass zwölf Raumschiffe von Außerirdischen an verschiedenen Stellen auf der Erde landen und die jeweiligen Regierungen versuchen, Kontakt zu den „Besuchern“ aufzunehmen, um herauszufinden, warum sie hergekommen sind. In den USA wird dazu die Linguistin Dr. Louise Banks (gespielt von Amy Adams) herangezogen, die gemeinsam mit dem Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) und einigen Soldaten das Raumschiff der Fremden betritt …

Ich fand es äußerst interessant, die Art und Weise zu sehen, wie die Wissenschaftler an die Kommunikation mit den Fremden herangehen, wobei dies natürlich kein amerikanischer Spielfilm wäre, wenn nicht zwischendurch mal irgendwas in die Luft fliegen würde. 😉

Regisseur Denis Villeneuve, dessen Filme »Sicario« und »Prisoners« mir schon sehr gut gefallen haben, gerade weil sie keine 08/15-Streifen sind, erzählt nebenbei noch eine rührende Nebengeschichte und spielt geschickt mit dem Verständnis von Zeit, sodass ich hinterher noch lange über mehrere Aspekte (nein, ich werde nicht spoilern, falls ihr den Film noch nicht gesehen habt) nachgedacht habe.

Aber vor allem die Außerirdischen, deren Aussehen (danke, dass es endlich mal was anderes als Humanoide gibt!), ihre Schiffe und ihre Art der Kommunikation waren für mich ausgesprochen spannend, und man merkt, dass sich da jemand vorher mehr als nur ein paar Gedanken gemacht hat.

Vielleicht interessieren euch ja auch diese beiden Berichte über die Sprachwissenschaftlerin Jessica Coon, die viel dazu beigetragen hat (beide Artikel auf Englisch):

http://www.dw.com/en/arrival-linguist-i-had-never-thought-about-communicating-with-aliens-before/a-37711115

http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/films/features/arrival-jessica-coon-linguist-amy-adams-donald-trump-language-a7640106.html

Aber keine Sorge, auch Menschen, die sich weniger mit Sprache beschäftigen, kommen bei diesem Film auf ihre Kosten, der beispielsweise meinem Freund (seines Zeichens Grafiker) sehr gut gefallen hat.

Wie ist denn eure Meinung zu »Arrival«? Ich finde, es sollte mehr solcher Filme geben!

Buchtipp: »Spion & Spion«

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Kennt ihr die Comicreihe »Spion & Spion« von Antonio Prohias? Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich während der Schulzeit in den Pausen oft das MAD-Magazin und die Storys um diese beiden sich bekriegenden Agenten gelesen habe, daher freue ich mich umso mehr, dass jetzt bei Panini eine Gesamtausgabe erschienen ist.

Die sich fortwährend bekriegenden Kultfiguren Spion & Spion von Antonio Prohias sind Meister der Hinterlist, Intrige und Boshaftigkeit – rabenschwarze Satire in schwarz-weißer Agentengestalt. Im legendären MAD-Magazin haben sich die bombenlegenden Erzfeinde unzählige Male bespitzelt, gepiesackt und um die Ecke gebracht – und das seit den 1960er Jahren als „Kinder“ des Kalten Krieges. Bis heute liefern sich die mal schussligen, mal diabolisch-genialen Topagenten einen gnadenlosen Wettkampf, wer den Gegner am spektakulärsten das Zeitliche segnen lässt. Doch das Spionage-Geschäft ist längst nicht mehr einfach nur schwarz und weiß: 150(!) „Spion & Spion“-Scharmützel aus Prohias‘ Feder erstrahlen erstmals in Farbe!

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Dieser dicke Wälzer ist eine wahre Pracht und lohnt sich meiner Meinung nach nicht nur für Fans der Reihe, sondern auch für solche, die es noch werden wollen. Seitdem der Band auf unserem Couchtisch liegt, kommt es häufiger vor, dass Besucher „mal eben“ darin blättern und gar nicht mehr aufhören können …

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Das Hardcover ist mit seinen über zwei Kilo in jeder Hinsicht ein Schwergewicht, und ich freue mich immer wieder, altbekannte und auch neue Geschichten darin zu entdecken, mir anzuschauen, mit welch perfiden Methoden sich die beiden Spione ein ums andere Mal um die Ecke bringen wollen, und zu sehen, wie sich die Methoden im Laufe der Zeit weiterentwickeln.

Weitere Informationen zu dieser 356 Seiten starken Ausgabe findet ihr bei Panini Comics, Buch 7 und Amazon.

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Herzlichen Dank an Panini Comics für das Belegexemplar, das immer einen Ehrenplatz in meinem Regal haben wird.

Ausblick auf »Blogger schenken Lesefreude 2017«

Für alle Neugierigen verrate ich schon mal, dass das Gewinnspiel am 23.04.2017 losgeht und ich fünf Bücher verlose. Also übt euch noch ein wenig in Geduld, bald geht es los … 🙂

Ihr könnt euch ja derweil schon mal überlegen, ob euch eins der Bücher interessiert, und mir verraten, ob ihr ebenfalls bei der Aktion mitmacht.

 

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