Was einen aufbaut …

shirt.jpg

Ich stecke noch immer bis über beide Ohren in Arbeit (immerhin ist ein Ende in Sicht – und damit auch der Urlaub 🙂 – aber ein paar Wochen muss ich noch durchhalten), und wenn mich mal wieder die Kreativität oder die Motivation im Stich lassen (für Letzteres besitze ich ja sogar das passende T-Shirt, siehe Foto), dann hilft es, sich anzuschauen, was man in letzter Zeit so für Feedback bekommen hat.

Neben der Mail einer Lektorin, die meine Übersetzung toll fand, kam auch noch folgender Kommentar zu einem anderen Projekt von Verlagsseite:

Vielen Dank für Ihre wunderbare Übertragung dieses spannenden Thrillers!

Na, das baut einen doch gleich wieder auf, oder? 🙂

Eine Kollegin druckt sich solche positiven Mails für die Tage, an denen die Selbstzweifel immer größer werden, aus und hat sie in Griffweite neben dem Schreibtisch liegen. Was macht ihr, um euch zu motivieren?

Deadlinestress

Uff, momentan komme ich gerade mal dazu, kurze Vorschauen auf dem Blog zu posten, da sich auf dem Schreibtisch die Arbeit stapelt. Neben aktuellen Übersetzungen flattert immer mal wieder eine Fahne auf den Tisch, die korrigiert werden möchte, ich halte Rücksprache mit einer Lektorin oder einem Lektor oder darf mich am Titel-Brainstorming beteiligen.

Aber der Zettel mit den Blogthemen wird länger, ich möchte zu mehreren Übersetzungs- und Lektoratsprojekten noch was schreiben und euch ein paar tolle neue Bücher ankündigen – aber vorerst warten die Deadlines …

Demnächst passiert hier wieder mehr, versprochen! 🙂

Deadline

Quelle leider unbekannt, wurde mir in die Timeline gespült

 

Softwaretipp: »Duden: Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle«

Momentan gibt es die Duden-Software »Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle« für einen schlanken Euro zum Download, und da ich es sehr praktisch finde, auch mal offline arbeiten zu können, habe ich mir das Programm gleich gekauft.

Ihr findet es hier.

So sieht das Ganze dann auf dem Bildschirm aus:

duden-angebot

UPDATE 30.05. 19 Uhr: Die Aktion ist anscheinend bereits beendet. 😦

Verschreiber des Tages

Da ich nicht allein lachen möchte, gibt es heute einen neuen Verschreiber, bei dem ich zuerst ein ganz großartiges Kopfkino hatte:

Sie trug eine Yodahose …

Mal abgesehen davon, dass amerikanische Mittzwanzigerinnen anscheinend ständig Yogahosen tragen und mir nicht einfällt, wie man die sonst übersetzen soll (Jogginghosen sind’s ja nicht), stellte ich mir eine Yodahose schon sehr witzig vor, bis mir klar wurde, dass er eigentlich immer nur eine braune oder beigefarbene weite Hose trägt … 😉

Vielleicht sollte ich mir als Erinnerung doch mal den Lego-Yoda-Schlüsselanhänger holen (momentan baumelt ein sehr verblasster R2-D2 an meinem Schlüsselbund).

yoda

 

 

 

Verschreiber des Tages

Manchmal frage ich mich ja, ob einige Vertipper nicht doch Freud’scher Natur sind. So sitze ich aktuell an einem etwas zäheren Kapitel eines Buches und schrieb dann plötzlich Folgendes:

Er setzte sich an den Schreitisch.

Okay, manchmal möchte ich auch schreien, wenn ich hier am Schreibtisch sitze (aus diversen Gründen) – und vielleicht sollte man ja Ecken in Büros mit Schreitischen einrichten, an denen man sich mal kurz abregen kann … 😉

Verschreiber des Tages

Er hielt vor einer toten Ampel an.

Na, den hätte die Rechtschreibprüfung auch wieder nicht gefunden …

Es ist natürlich immer sinnvoll, vor einer toten Ampel anzuhalten (vorausgesetzt, sie ist ausgefallen, denn eine andere Definition von tot mag mir in diesem Zusammenhang nicht einfallen), aber im aktuellen Kontext war die Ampel natürlich rot und nicht tot. 😉

 

Uff

002

Soeben ist nach der letzten Feinabstimmung mit meiner großartigen Lektorin Claudia Jürgens eine Übersetzung an den Verlag gegangen, die zu meinen bisher sprachlich anspruchsvollsten und kniffligsten gehörte – und mir großen Spaß gemacht hat, weil es eine ganz großartige und spannende Geschichte ist. Allerdings hat mein Kopf zwischendurch schon das eine oder andere Mal heftig geraucht, wobei ich gerade an dieses Bild denken musste, das mir letztens vor die Kameralinse gekommen ist.

Zu dem Buch und auch den Schwierigkeiten, vor denen ich bei der Übersetzung stand, schreibe ich demnächst mal mehr, aber jetzt muss ich noch einen Krimiübersetzung fertigstellen …

 

Meanings and origins of Australian words and idioms

Auf der Seite der »Australian National University« gibt es einen sehr langen und sehr interessanten Beitrag über die Bedeutung und den Ursprung australischer Begriffe und Redewendungen. Ich finde so etwas ja immer sehr spannend, da man nicht nur beim Übersetzen, sondern auch beim Filmschauen oder Lesen in der Freizeit öfter mal auf Begriffe oder Redewendungen stößt, die man noch nie gehört oder gelesen hat, daher werde ich mir die Seite nicht nur als Referenz speichern, sondern mir auch nach und nach zu Gemüte führen.

Falls ihr auch mal reinschauen möchtet: http://andc.anu.edu.au/australian-words/meanings-origins

Wasserkocher oder Wasserkessel?

Es kommt ja gerade in amerikanischen Romane häufiger vor, dass jemand den Kessel auf den Herd stellt, um Wasser zu kochen, und jedes Mal frage ich mich: Machen die das wirklich? Irgendwie bin ich daran gewöhnt, dass in jedem Haushalt ein elektrischer Wasserkocher steht, mit dem man sich fix Wasser für einen Tee oder was auch immer kocht. Einen Teekessel sieht man hingegen nur noch selten, oder?

Aber dann stolperte ich letztens lustigerweise über einige Tweets von Briten, die sich darüber echauffierten, dass David Tennant in einer der letzten Folgen von »Broadchurch« seinen Tee in der Mikrowelle aufwärmt (mehr über „tea-magedoon“ hier), und ich habe mich mal ein bisschen schlau gemacht.

Trouble brewing: David Tennant shocks millions by putting tea in a microwave on Broadchurch

Symbolbild, denn David Tennant geht immer ❤

Anscheinend kochen die meisten Amerikaner ihr Teewasser entweder mit einem Kessel auf dem Herd oder gleich in der Mikrowelle. Dieser Blogeintrag erklärt den Grund dafür etwas genauer:

To raise the temperature of one litre of water from 15°C to boiling at 100°C requires a little bit over 355 kilojoules of energy. An “average” kettle in the UK runs at about 2800 W and in the US at about 1500 W; if we assume that both kettles are 100% efficient† than a UK kettle supplying 2800 joules per second will take 127 seconds to boil and a US kettle supplying 1500 J/s will take 237 seconds, more than a minute and a half longer. This is such a problem that many households in the US still use an old-fashioned stove-top kettle.

Es dauert also schlichtweg länger, mit einem US-Wasserkocher, der nur 1500 Watt hat, Wasser zu kochen, daher werden die Methoden bevorzugt, die schneller gehen. Wieder was gelernt.

Bleiben noch zwei Fragen:

  1. „Lokalisiere“ ich das demnächst und lasse die Protagonisten ihr Teewasser mit einem Wasserkocher kochen, damit sich die Leser nicht wundern, oder stellen sie weiterhin den Kessel auf den Herd?
  2. Wie kocht ihr euer Teewasser?