Recherche

Was macht die Übersetzerin, wenn sie noch nicht so richtig in den Flow kommt und sich mehr ins aktuelle Geschehen im Buch einfinden will? Sie guckt einen Film, der zu der Zeit spielt, in der auch die Geschichte im Buch angesiedelt ist, und hat am nächsten Arbeitstag vieles gleich deutlich vor Augen.

Auch so kann Recherche aussehen. 🙂

Und wenn ihr jetzt noch erratet, welchen Film ich gesehen habe, bin ich schon mal sehr beeindruckt – kommt ihr auch noch darauf, welches Buch ich gerade übersetze, würde ich auch noch ein Belegexemplar springen lassen und dem Glückspilz im Herbst nach Erscheinen des Buches schicken … 😀

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Übersetzer auf 3sat

Auf 3sat lief letztens ein etwa sechsminütiger Beitrag über Übersetzer, in dem Ulrich Blumenbach und Maralde Meyer-Minnemann porträtiert wurden: Das Video dazu findet ihr unter http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=71196.

Was macht eigentlich … ein Übersetzer
Sie sind berufsbedingte Einzelgänger. Gedankenvolle Schattenwesen unsichtbar im Dienste Dritter und immer auf der Suche nach der Ideallinie eines Textes: Übersetzer.

Und wenn ihr schon einmal bei der Sendung »Kulturzeit« seid, schaut euch doch gleich noch das Interview mit Frank Heibert an, der unter anderem Don DeLillo übersetzt: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=59424

Kulturzeit-Interview mit Frank Heibert
… dem deutschen Übersetzer von Don DeLillo: Wir haben mit Don DeLillos deutschem Übersetzer Frank Heibert u.a. darüber geredet, wie es ist, mit einem Autor zu kommunizieren, der keinen E-Mail-Account hat.

 

Erschienen: »Before the Countdown: Vor dem Spiel« von Erica Spindler

lightkeepers-prequel

»Before the Countdown: Vor dem Spiel« von Erica Spindler erzählt die Vorgeschichte der bisher aus zwei Bänden bestehenden »Lightkeeper«-Reihe und wir erfahren mehr über Detective Michaela »Micki« Dare, die wider Erwarten doch schon früher mit dem Übernatürlichen in Kontakt gekommen ist, auch wenn sie es damals nicht wahrhaben wollte …

Band 1 »The Final Seven: Das Spiel beginnt« hatte ich euch hier bereits vorgestellt, und mehr über Band 2 »Triple Six: Tödliche Zeichen« könnt ihr hier nachlesen.

Damit das Warten auf den dritten Roman nicht zu lang wird: Spannendes Prequel zu der erfolgreichen Lightkeeper-Reihe!

New Orleans: Detective Michaela Dare wird zu einer Villa im Garden District gerufen. Die ehemalige Mardi-Gras-Königin ist tot – ermordet mit ihrem eigenen Zepter. Die Beweise führen schnell zu einem Täter. Doch Michaela wird das Gefühl nicht los, dass sie irgendetwas übersehen hat. Etwas passt nicht ins Bild. Nur was kann sie als Anfängerin schon groß tun, wenn selbst ihr Partner ihr nicht glaubt?

Michaela vertraut ihrem Instinkt und ermittelt auf eigene Faust. Dabei setzt sie nicht nur ihre Karriere beim New Orleans Police Department aufs Spiel, sondern begegnet dem unfassbar Bösen, das sie bis ins Herz erschüttert und alles zu vernichten droht, was ihr lieb und teuer ist.

In dieser spannenden Vorgeschichte zur erfolgreichen Lightkeeper-Reihe der New-York-Times-Bestsellerautorin Erica Spindler ermittelt zum ersten Mal die genauso taffe wie liebenswürdige Detective Micki „Mad Dog“ Dare. Zugleich wirft die fesselnde Thriller-Handlung der Lightkeeper-Reihe ihre Schatten voraus.

Dieses eBook enthält eine Leseprobe aus „The Final Seven – Das Spiel beginnt“ von Erica Spindler.

Bisher sind in der Lightkeeper-Reihe erschienen:

The Final Seven – Das Spiel beginnt
Triple Six – Tödliche Zeichen
Fallen Five – Dunkle Gewissheit (erscheint voraussichtlich im Sommer 2018)

eBooks von beTHRILLED – mörderisch gute Unterhaltung!

Das E-Book ist seit heute erhältlich, aber ich kann euch auch schon mal verraten, dass es ab dem 09.01.2018 auch eine Taschenausgabe geben wird, damit auch alle, die lieber ein Buch in den Händen halten, auf ihre Kosten kommen.

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr wie immer bei Bastei Lübbe, Amazon, Buch7 und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens.

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Aktuell auf dem Schreibtisch

feuerstunde

Momentan übersetze ich den zweiten Band der »Chroniken der Sphaera« von Christopher B. Husberg, der den Titel »Feuerstunde« tragen wird und bereits ein wunderschönes Cover hat.

Da ich den ersten Band »Frostflamme« vor knapp anderthalb Jahren übersetzt habe, ist es mir anfangs ein wenig schwer gefallen, wieder richtig in diese Welt einzutauchen und die passende Sprache zu finden … In der Zwischenzeit habe ich schließlich diverse andere Bücher übersetzt, lektoriert und auch gelesen, sodass ich mich erst einmal wieder zurechtfinden musste, doch nachdem ich ein bisschen im ersten Band quergelesen und die ersten Seiten getippt hatte, ging die Arbeit schon wieder leichter von der Hand.

Außerdem war ich heilfroh, dass ich damals ein Glossar angelegt habe, denn viele Begriffe kann man sich einfach nicht merken, was natürlich nichts daran ändert, dass sie weiterhin einheitlich übersetzt werden müssen. Da der nächste Band auf Englisch bereits angekündigt ist, wird mich dieses Glossar vermutlich noch einige Zeit begleiten und immer umfangreicher werden.

Über die Geschichte des Romans möchte ich vorerst nicht mehr verraten; bis auf Weiteres müsst ihr euch mit der Verlagsankündigung zufrieden geben:

Auf der Sphaera erhebt sich ein neuer Glaube, angeführt von der Prophetin Jane und ihrer Schwester, der ehemaligen Priesterin Cinzia. Noth hat sich geschworen, die beiden Frauen zu beschützen, damit die Opfer, die sie alle gebracht haben, nicht umsonst gewesen sind. Doch Gefahr droht nicht nur von der mächtigen Kirche und vom Assassinenorden der Nazaniin: Noth wird schlimmer denn je von quälenden Erinnerungsfetzen heimgesucht.
Zur gleichen Zeit findet jenseits des Bluttores in Roden eine junge Tiellanerin einen neuen Beschützer – der ihre einzigartige Begabung für seine eigenen finsteren Zwecke einzusetzen gedenkt.

Erscheinen soll Band zwei am 02.05.2018; ihr müsst euch also noch eine Weile gedulden, bevor ihr erfahrt, wie es mit Cinzia, Jane, Noth, Astrid und den anderen weitergeht …

Verschreiber des Tages

Dieser Verschreiber ist mir erst bei der Fahnenkorrektur aufgefallen, womit er schon fast eine Daseinsberechtigung gehabt hätte, außerdem finde ich ihn wirklich witzig.

So schrieb ich doch anstelle von Bewerbungsgespräch

Bewegungsgespräch

und habe seitdem viele lustige Bilder im Kopf, was da wohl so los ist und warum man so ein Gespräch führen muss … 😀

 

 

 

Mal wieder Fahnenkorrektur …

herobrine 2

Eine Fahnenkorrektur kann durchaus angenehm sein, aber auch richtig nerven – je nachdem, wie oft man das Buch vorher schon gelesen hat (sei es beim Übersetzen, Lektorieren oder Einarbeiten der Korrekturen). Von richtig schönen Geschichten bekommt man eigentlich nie genug, während man von anderen Storys eigentlich schon nach dem ersten Durchlauf die Nase voll hat … 😉

Aktuell habe ich gerade die gesetzte Fassung von »Das Orakel des Dschungeltempels« von Mark Cheverton auf dem Tisch liegen, und um die »Hurenkinder und Schusterjungen« zu beseitigen oder auf ein Minimum zu begrenzen, ist einiges an Bastelei vonnöten. Schließlich sieht es nicht gerade schön aus, wenn ein Satz auf die Folgeseite übergeht, dort jedoch nur noch ein Wort steht, wobei gerade bei einem Jungendbuch mit relativ vielen kurzen Sätzen manche Überhänge nicht zu vermeiden sind.

Aber natürlich schleife ich nach Leibeskräften, schreibe hier noch ein paar Worte hinzu, damit die Umbrüche stimmen, oder lösche da einen Halbsatz weg – und das, nachdem ich mich noch vor wenigen Wochen um die schönste Übersetzung bemüht und vieles gegen Änderungswünsche des Lektorats und Korrektorats verteidigt habe. Dabei fallen einem dann immer mal wieder noch Kleinigkeiten auf, die trotz mehrerer Durchgänge diverser Bearbeiter durchgerutscht sind, wie beispielsweise ein Rechtschreibfehler hier, ein vergessenes Wort dort oder ein falsches Komma.

Immer wieder schön sind übrigens auch die automatischen Trennungen bei nicht gerade alltäglichen Worten. Die Namen Herobrine und Stitcher werden dann gern schon mal Herob-rine und Sti-tcher getrennt, aus einer Zombiestadt wird eine Zombi-estadt und aus einem Eisturm ein Ei-sturm. 😀

Ganz schön ruhig hier …

In den letzten Wochen haben mich zwei Projekte derart beschäftigt, dass ich kaum zum Bloggen kam, weil ich einfach nicht den Kopf frei hatte und auch nicht über die aktuellen Übersetzungen schreiben durfte/wollte.

Projekt eins läuft hier intern als „Geheimprojekt“, da ich zum ersten Mal bei einer Romanübersetzung eine NDA (Vertraulichkeitsvereinbarung) unterschreiben musste und absolut nichts darüber sagen darf. Demzufolge habe ich mich nicht mal getraut, Verschreiber oder Ähnliches zu posten, dabei hätte ich so gern schon was zu dieser tollen Geschichte geschrieben … Glücklicherweise wird das Buch aber demnächst angekündigt, und dann darf ich endlich was verraten.

Projekt zwei war leider das genaue Gegenteil, nämlich eine Übersetzung, bei der ich mich richtig quälen musste. Irgendwie kam dabei alles zusammen, ein nicht lektoriertes Original voller Fehler, eine Geschichte, die dringend ein Plotlektorat nötig gehabt hätte und irgendwie nur unglaublich langweilig war, und der Stil der Autorin war auch nicht so wirklich meiner. Darüber möchte man dann auch nicht mehr schreiben; man versucht einfach, das Beste aus der Sache zu machen und eine so gute Übersetzung abzuliefern, wie es unter diesen Umständen nur möglich ist.

Diese Woche sitze ich gleich an zwei Fahnenkorrekturen, und die aktuelle Romanübersetzung fängt auch toll an, aber dazu dann später mehr …