Verschreiber des Tages

Da ich nicht allein lachen möchte, gibt es heute einen neuen Verschreiber, bei dem ich zuerst ein ganz großartiges Kopfkino hatte:

Sie trug eine Yodahose …

Mal abgesehen davon, dass amerikanische Mittzwanzigerinnen anscheinend ständig Yogahosen tragen und mir nicht einfällt, wie man die sonst übersetzen soll (Jogginghosen sind’s ja nicht), stellte ich mir eine Yodahose schon sehr witzig vor, bis mir klar wurde, dass er eigentlich immer nur eine braune oder beigefarbene weite Hose trägt … 😉

Vielleicht sollte ich mir als Erinnerung doch mal den Lego-Yoda-Schlüsselanhänger holen (momentan baumelt ein sehr verblasster R2-D2 an meinem Schlüsselbund).

yoda

 

 

 

Verschreiber des Tages

Manchmal frage ich mich ja, ob einige Vertipper nicht doch Freud’scher Natur sind. So sitze ich aktuell an einem etwas zäheren Kapitel eines Buches und schrieb dann plötzlich Folgendes:

Er setzte sich an den Schreitisch.

Okay, manchmal möchte ich auch schreien, wenn ich hier am Schreibtisch sitze (aus diversen Gründen) – und vielleicht sollte man ja Ecken in Büros mit Schreitischen einrichten, an denen man sich mal kurz abregen kann … 😉

Verschreiber des Tages

Er hielt vor einer toten Ampel an.

Na, den hätte die Rechtschreibprüfung auch wieder nicht gefunden …

Es ist natürlich immer sinnvoll, vor einer toten Ampel anzuhalten (vorausgesetzt, sie ist ausgefallen, denn eine andere Definition von tot mag mir in diesem Zusammenhang nicht einfallen), aber im aktuellen Kontext war die Ampel natürlich rot und nicht tot. 😉

 

Uff

002

Soeben ist nach der letzten Feinabstimmung mit meiner großartigen Lektorin Claudia Jürgens eine Übersetzung an den Verlag gegangen, die zu meinen bisher sprachlich anspruchsvollsten und kniffligsten gehörte – und mir großen Spaß gemacht hat, weil es eine ganz großartige und spannende Geschichte ist. Allerdings hat mein Kopf zwischendurch schon das eine oder andere Mal heftig geraucht, wobei ich gerade an dieses Bild denken musste, das mir letztens vor die Kameralinse gekommen ist.

Zu dem Buch und auch den Schwierigkeiten, vor denen ich bei der Übersetzung stand, schreibe ich demnächst mal mehr, aber jetzt muss ich noch einen Krimiübersetzung fertigstellen …

 

Meanings and origins of Australian words and idioms

Auf der Seite der »Australian National University« gibt es einen sehr langen und sehr interessanten Beitrag über die Bedeutung und den Ursprung australischer Begriffe und Redewendungen. Ich finde so etwas ja immer sehr spannend, da man nicht nur beim Übersetzen, sondern auch beim Filmschauen oder Lesen in der Freizeit öfter mal auf Begriffe oder Redewendungen stößt, die man noch nie gehört oder gelesen hat, daher werde ich mir die Seite nicht nur als Referenz speichern, sondern mir auch nach und nach zu Gemüte führen.

Falls ihr auch mal reinschauen möchtet: http://andc.anu.edu.au/australian-words/meanings-origins

Wasserkocher oder Wasserkessel?

Es kommt ja gerade in amerikanischen Romane häufiger vor, dass jemand den Kessel auf den Herd stellt, um Wasser zu kochen, und jedes Mal frage ich mich: Machen die das wirklich? Irgendwie bin ich daran gewöhnt, dass in jedem Haushalt ein elektrischer Wasserkocher steht, mit dem man sich fix Wasser für einen Tee oder was auch immer kocht. Einen Teekessel sieht man hingegen nur noch selten, oder?

Aber dann stolperte ich letztens lustigerweise über einige Tweets von Briten, die sich darüber echauffierten, dass David Tennant in einer der letzten Folgen von »Broadchurch« seinen Tee in der Mikrowelle aufwärmt (mehr über „tea-magedoon“ hier), und ich habe mich mal ein bisschen schlau gemacht.

Trouble brewing: David Tennant shocks millions by putting tea in a microwave on Broadchurch

Symbolbild, denn David Tennant geht immer ❤

Anscheinend kochen die meisten Amerikaner ihr Teewasser entweder mit einem Kessel auf dem Herd oder gleich in der Mikrowelle. Dieser Blogeintrag erklärt den Grund dafür etwas genauer:

To raise the temperature of one litre of water from 15°C to boiling at 100°C requires a little bit over 355 kilojoules of energy. An “average” kettle in the UK runs at about 2800 W and in the US at about 1500 W; if we assume that both kettles are 100% efficient† than a UK kettle supplying 2800 joules per second will take 127 seconds to boil and a US kettle supplying 1500 J/s will take 237 seconds, more than a minute and a half longer. This is such a problem that many households in the US still use an old-fashioned stove-top kettle.

Es dauert also schlichtweg länger, mit einem US-Wasserkocher, der nur 1500 Watt hat, Wasser zu kochen, daher werden die Methoden bevorzugt, die schneller gehen. Wieder was gelernt.

Bleiben noch zwei Fragen:

  1. „Lokalisiere“ ich das demnächst und lasse die Protagonisten ihr Teewasser mit einem Wasserkocher kochen, damit sich die Leser nicht wundern, oder stellen sie weiterhin den Kessel auf den Herd?
  2. Wie kocht ihr euer Teewasser?

 

Mal wieder eine Leseprobe

Es kommt immer mal wieder vor, dass ich für einen Verlag vorab schon den Auszug oder die ersten Kapitel eines Buches übersetze, damit für die Vorschauen und die Vertreter schon ein bisschen Anschauungsmaterial auf Deutsch vorliegt.

Oftmals ist das ein bisschen nervig, wenn die eigentliche Übersetzung beispielsweise erst Monate später ansteht, da man sich doch erst auf den Ton und die Sprache einlassen muss, was eine Weile dauert – nur um dann doch erst mal etwas anderes zu übersetzen, bevor man später mit diesem Buch weitermacht.

Gerade habe ich auch wieder eine Leseprobe abgegeben und den positiven Nebenaspekt erneut zu spüren bekommen: Jetzt habe ich erst richtig Lust auf das Buch und freue mich noch viel mehr auf die eigentliche Übersetzung. 🙂

Ihr könnt ja schon mal einen ersten Blick wagen, offiziell angekündigt ist das Buch allerdings noch nicht, daher gibt es erst demnächst weitere Infos dazu.

Leseprobe1.jpg

Leseprobe2.jpg

Die von mir abgegebene Leseprobe ist übrigens immer unlektoriert, oft recht „quick & dirty“ hingetippt und sieht daher später oftmals noch ganz anders aus (man schreibt ja auch gern am Anfang noch mal was um, weil einem später eine schönere/treffendere Formulierung einfällt).

Umsatzsteuerratgeber für selbstständige Übersetzer und Dolmetscher

VAT

Der Umsatzsteuerratgeber von Triacom ist schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern für viele selbstständige Übersetzer und Dolmetscher ein unentbehrlicher Leitfaden im Steuerdschungel – wer ihn noch nicht kennt, kann ihn sich hier kostenlos herunterladen.

Wie nahezu alle Dienstleistungen unterliegen Umsätze selbstständiger Übersetzer und Dolmetscher grundsätzlich der Umsatzsteuer. Die Regeln dafür sind jedoch nicht immer einleuchtend. So gelten für die Arbeit für Kunden im Ausland verschiedene Sonder­regelungen, getrennt nach Unternehmen/Privatkunden und getrennt nach EU/Nicht-EU.

Leider sind viele Steuerberater und Finanzbeamte mit der speziellen Problematik bei Übersetzern und Dolmetschern nicht vertraut; sogar das Bundeszentralamt gibt manchmal widersprüchliche Auskünfte. Daher haben wir diesen Leitfaden erstellt.

Der Text kann keine eingehende Beschäftigung mit dem Umsatzsteuerrecht ersetzen. Es wurden nur Aspekte aufgenommen, die für Übersetzer und Dolmetscher besondere Bedeutung haben.

Sämtliche Angaben werden nach bestem Wissen gegeben und beruhen auf eigener Erfahrung und zahlreichen fachkundigen Erklärungen, die wir im Laufe der Zeit gelesen oder erhalten haben. Eine Gewähr für die Richtigkeit können wir nicht übernehmen. Die Angaben stellen keine steuerliche Beratung dar.

Herzlichen Dank an Per N. Döhler und Dr. Thea Döhler, die dieses Dokument immer wieder aktualisieren und bereitstellen!