Rezension: »Cheesecakes, Pies & Tartes«

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Als bekennender Käsekuchenfan wollte ich dieses Buch unbedingt haben, und nun liegt es schon seit einer Weile auf dem Stapel der zu rezensierenden Bücher … Eigentlich hatte ich gehofft, mal endlich ein paar schöne Fotos von den gebackenen Köstlichkeiten machen zu können, aber irgendwie klappt das aus diversen Gründen nicht, daher jetzt eine Rezension ohne eigene Fotos.

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Ich backe normalerweise Käsekuchen nach einem Rezept meiner Großmutter, bei dem der Kuchen ohne Boden daherkommt, oder mache gleich handlichere köstliche Käsekuchenmuffins. Was ich überhaupt nicht mag, sind Kuchenböden aus mit Butter zusammengepappten zerbröselten Keksen welcher Art auch immer (wie man sie früher auch gern unter Philadelphia-Torte hatte), von daher habe ich diese Rezepte auch gleich weggelassen oder deutlich abgewandelt. Der oben abgebildete Lemon-Cheesecake ist übrigens gleich das dritte Rezept im Buch und sehr lecker mit dem lockeren Teig und dem köstlichen Lemon-Curd-Topping. 🙂

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Die Rezepte sind unterteilt in Cheesecakes, Cheesecake-Bars (siehe oben ein Beispiel, die kamen eigentlich alle gut an), glutenfreie Cheesecakes, Lieblings-Pies, Tartes aus Europa, glutenfreie Tartes, »Free Form and Hybrids« und Herzhaftes.

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Es sind auch reichlich deftigere Rezepte enthalten, von denen ich noch lange nicht alle ausprobiert habe. Anfangs war ich bei den herzhaften Cheesecakes skeptisch, aber bisher konnten mich alle überzeugen – man sollte allerdings Käse mögen. 😉

Schön finde ich die vielen glutenfreien Rezepte, da ich einerseits nicht unbedingt einen Boden brauche und so auch Alternativen für Freunde mit Glutenallergie zur Hand habe.

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Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, da wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist und bisher alles sehr lecker schmeckte. Mit der schönen Aufmachung und den stimmungsvollen Bildern ist es definitiv eine Bereicherung meines Kochbuchregals.

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»Star Wars Kochbuch: Cantina«

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»Star Wars: Cantina – 40 Rezepte aus einer weit, weit entfernten Galaxis« war eines der »Nerd-Kochbücher«, das ich unbedingt haben musste, so als Star-Wars- und Kochbuchfan.

Und das Buch ist wirklich sehr schön aufgemacht. Die Rezepte wurden einzelnen Planeten wie Tatooine, Kashyyk oder Jakku zugeordnet, was an sich mal eine witzige und neue Idee ist, manchmal aber etwas zu gewollt rüberkommt, und in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen wie »Padawan-Niveau« oder »Jedi-Meister-Niveau« eingeteilt, sodass man gleich weiß, wie viel Arbeit einen so erwartet. Während der Padawan meist nur die einzelnen Zutaten vermischen muss, hat ein Jedi-Meister schon recht anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen.

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Auch Jedis mögen Käsekuchen 🙂

Stellenweise fragt man sich zwar schon, welchen Bezug dieses Rezept jetzt eigentlich noch zu »Star Wars« hat, aber solange das Endergebnis schmeckt und die ganze Sache überzeugend präsentiert wird, drücke ich da auch mal ein Auge zu.

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Die Bilder sind stellenweise etwas dunkel, aber die Rezepte werden im Großen und Ganzen sehr wirkungsvoll präsentiert, und die einzelnen, nach Systemen sortierten Kapitel werden mit einer netten kleinen Einführung eingeleitet.

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Auch dieses Buch ist eine schöne Geschenkidee für »Star Wars«-Fans und Freunde ausgefallener Kochbücher,  das sich viele vermutlich vor allem als Sammlerstück ins Regal stellen werden – wenngleich die Rezepte größtenteils durchaus brauchbar sind. Ich habe es jedenfalls gern in meine Sammlung aufgenommen und bedanke mich ganz herzlich bei Panini für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: »MINECRAFT: DAS ULTIMATIVE INOFFIZIELLE KOCHBUCH FÜR MINECRAFTER«

Wie ich ja schon einmal angemerkt habe, bin ich ein großer Kochbuchfan (und ich koche und backe zur Entspannung auch sehr gern), und insbesondere »Nerd-Kochbücher« haben es mir angetan. Da ich ja seit einiger Zeit eine Romanreihe zu »Minecraft« übersetze und eine weitere lektoriere, kam ich am »Ultimativen inoffiziellen Kochbuch für Minecrafter« natürlich nicht vorbei – das mir vom Panini-Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

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Wer jetzt aber glaubt, dass man mit den Rezepten nichts anfangen kann, der hat sich gewaltig geirrt. Zwar tragen viele Rezepte logischerweise Minecraft-typische Namen und sind optisch an Spielelemente angelehnt, aber der Großteil ist durchaus alltagstauglich und essbar. Hinter einer »Hühnerreiter-Kraftbrühe« verbirgt sich beispielsweise eine ganz normale leckere Hühnersuppe, die eigentlich jedem schmecken dürfte.

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Einige süße Sachen wie die oben abgebildeten Marshmallow-Ghasts oder die nachfolgenden Spinnenaugen im Glas mögen auf den ersten Blick vielleicht für jeden sehr ansprechend aussehen, lassen aber garantiert die Herzen von Minecraft-Fans höher schlagen.

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Für Schleimwürfel braucht man auch kein besonderes Insiderwissen, wird aber garantiert jeden Wackelpuddingfreund glücklich machen.

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Meiner Ansicht nach ist das Buch ein lustiges Geschenk für Menschen, die entweder etwas mit Minecraft anfangen können oder auf abgefahrene Kochbücher stehen, wobei ich es für Kinder aufgrund der nicht immer einfachen Rezepte nur eingeschränkt empfehlen würde.

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Rezension: »Bios« von Daniel Suarez

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Der Roman »Bios« von Daniel Suarez fängt gleich so packend an, dass ich das Buch erst gar nicht wieder aus der Hand legen konnte. Dabei wird man eigentlich sofort in eine verwirrende Geschichte hineingeworfen.

Am Anfang befinden wir uns in einer illegalen Kinderwunschklinik, denn im Jahr 2045 ist es technisch möglich, die Gene von Embryonen so manipulieren, dass die Kinder später bestimmte Eigenschaften aufweisen und beispielsweise besonders klug, athletisch oder muskulös werden. In zahlreichen Ländern sind derartige Eingriffe jedoch nur erlaubt, um bestimmte Genstörungen, die auf einer von der UN genehmigten Liste stehen, zu beheben, was dazu führte, dass zahlreiche illegale Labors aus dem Boden schossen.

In Kapitel zwei lernen wir dann den Protagonisten Kenneth Durand kennen, der eine bunte Vergangenheit hat und nun bei Interpol als Fahnder in der Abteilung Genkriminalität arbeitet. Rasch überschlagen sich die Ereignisse, und es wird offensichtlich, dass Marcus Wyckes, einen Kartellboss, der sich nicht nur auf den Handel mit verbotenen Daten spezialisiert hat, sondern dem überdies noch ein ganz anderer wissenschaftlicher Durchbruch gelungen zu sein scheint …

Das Wild, das du jagst: Du bist es selbst
Im Jahr 2045 ist das Zeitalter der Technik Geschichte; die biologische Moderne ist angebrochen. Algen und Pilze bauen Autogehäuse, die Boomstädte Asiens werden nachts von Leuchtbäumen erhellt. Auch vor dem menschlichen Körper macht die Bio-Revolution nicht halt. Jeder will hochgezüchtete Designer-Babies, ob legal oder nicht. Die Zeche zahlen andere.
Kenneth Durand leitet bei Interpol den Kampf gegen diese Genkriminalität. Und ein Mann steht dabei im Fadenkreuz: Marcus Demang Wyckes, Kopf eines so mächtigen wie skrupellosen Kartells. Eines Tages erwacht Durand aus dem Koma. Man hat ihn entführt. Er sieht anders aus. Seine DNA ist verändert. Er ist Marcus Demang Wyckes. Der Mann, der weltweit gesucht wird.

Ich kann den Thriller nur wärmstens empfehlen, der mir spannende Lesestunden beschert und mich überdies auch zum Nachdenken über diese durchaus denkbare Zukunftsvision angeregt hat. Trotz einiger kleiner Schwachstellen ist das von Cornelia Holfelder-von der Tann hervorragend übersetzte Buch mein erster Buchtipp des Jahres!

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Weitere Informationen findet ihr beispielsweise bei Rowohlt (dort gibt es auch eine Leseprobe), Buch7 und bei Amazon und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise hier: https://mybookshop.shop-asp.de/).

Bibliografie

  • Verlag:  rororo
  • Erscheinungstermin:  17.11.2017
  • Lieferbar
  • 544 Seiten
  • ISBN:  978-3-499-29133-3
  • übersetzt von: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Deutsche Erstausgabe

Herzlichen Dank an den rororo-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Interessant ist übrigens, dass es die im Buch genutzte CRISPR-Methode heute bereits gibt und gerade in letzter Zeit öfter mal heiß diskutiert wird. Wer da noch weiterlesen möchte, kann dies beispielsweise bei Wikipedia, Transparenz Gentechnik oder diesem Artikel des Tagespiegel tun.

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Rezension & Geschenktipp: »Der Meisterkoch«

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»Der Meisterkoch« von Saygin Ersin fiel mir in erster Linie aufgrund des wunderschönen Covers ins Auge, und dann las ich den Klappentext und wusste, dass ich diesen Roman unbedingt lesen möchte.

Allein der erste Satz versetzt einen schon in eine andere Zeit und Welt und lässt erahnen, was einen erwartet:

An diesem Abend wurde im Hause des angesehenen Istanbuler Kaufmanns Hüsnü Bey Zümrützade ein Gast bewirtet, der nicht nur von seiner körperlichen Statur, sondern auch vom Rang her zu den wirklich Großen zählte. Siyavuş Agha, der Waffenmeister des Sultans höchstpersönlich, hatte die Güte besessen, Hüsnü Beys bescheidenes Heim mit seiner Gegenwart zu beehren.

Es ist sowohl dem Autor als auch dem Übersetzer Johannes Neuner gelungen, den Leser allein durch die treffende und perfekte Sprache vom ersten Augenblick an in die richtige Stimmung zu versetzen, und das Schönste an der Sache ist, dass es das ganze Buch hindurch anhält.

Wir lernen im ersten Kapitel erst einmal zahlreiche Personen kennen, die um 1600 in Istanbul eine wichtige Rolle spielen, und dann geht es auch schon los mit der Beschreibung der fantastischen Gerichte, die bei dieser Tafel aufgetischt werden und vom titelgebenden Meisterkoch zubereitet wurden.

Der »Küchenmeister«, wie der Protagonist über weite Teile des Buches genannt wird, ist nämlich mit einer besonderen Gabe auf die Welt gekommen: Er ist Geschmacksbeherrscher. Diese seltene Gabe ermöglicht es ihm, jede einzelne Zutat und jedes Gewürz aus einem Gericht herauszuschmecken und einen Geschmack derart zu perfektionieren, dass beim Essen ein bestimmtes Gefühl erzeugt wird.

Aber es geht hier nicht allein ums Kochen, denn in Rückblenden wird die Geschichte dieses Kochs erzählt. Wir erfahren mehr über seine Kindheit im Sultanspalast, seine abenteuerliche Flucht, seine Ausbildung zum Küchenmeister, seinen faszinierenden Weg zum vollkommenen Geschmacksbeherrscher und warum er sich überhaupt im Hause des Kaufmanns Hüsnü Bey Zümrützade aufgehalten hat – denn der Küchenmeister verfolgt einen Plan! All das wird auf wirklich zauberhafte Weise dargestellt, und man taucht richtiggehend in diese Zeit und die verschiedenen Küchen ein, dass man schon glaubt, den Duft der Gerichte in der Nase und ihren Geschmack auf der Zunge zu haben.

Istanbul um 1600, Blütezeit des Osmanischen Reichs. Im Topkapi-Palast kommt ein außergewöhnliches Kind zur Welt, der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das grausame Massaker mithilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. In Bagdad studiert er Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die Herrin der Aromen in Gewürzkunde, und die symbolische Meisterschaft verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandria. Als Meisterkoch kehrt er zurück nach Istanbul, wo er seine große Liebe Kamer, die begnadete Tänzerin, wiederfinden will. Und er hat sich geschworen, Rache zu nehmen für die Ungerechtigkeiten, die ihm als Kind widerfahren sind. Schließlich wähnt er sich am Ziel seines Strebens: die legendäre Palastküche, Inbegriff aller kulinarischer Wonnen, raffiniertester Intrigen und gefährlicher Eifersucht …

Alles in allem ist es ein wirklich wundervolles Buch, das einen auf eine genussvolle und abenteuerliche Reise mitnimmt, die einen nicht mehr loslässt und die man so schnell nicht mehr vergisst.

Wenn ihr noch ein bisschen reinschnuppern möchtet, findet ihr hier eine Leseprobe.

Ich bin jedenfalls begeistert und kann das Buch auch als Geschenktipp nur empfehlen! 🙂

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Hoffmann und Campe, bei Amazon und bei Buch7 und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (viele sind auch online unter https://mybookshop.shop-asp.de/ zu finden).

Autor: Saygin Ersin
Titel: Der Meisterkoch
ISBN: 978-3-455-00148-8
Verlagsbereich: Atlantik – Belletristik
Einband: Schutzumschlag
Produktart: Buch
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 05.10.2017
Übersetzung: Johannes Neuner
20,00 (D)
20,60 (A)
26,90 (CH)

Ich bedanke mich beim Verlag Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar.

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Ein dickes Lob auch noch mal an den Covergestalter, denn so springt einem dieser Titel wirklich ins Auge, was er auch verdient hat. Das Orignalcover sieht im Vergleich dazu eher schlicht aus, hat aber auch was.

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Rezension: »Die Schatten von Edinburgh« von Oscar de Muriel

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Als ich das Cover von »Die Schatten von Edinburgh« zum ersten Mal gesehen hatte, wollte ich das Buch sofort lesen, und dann las ich mir den Covertext durch und freute mich erst richtig auf die Geschichte.

Edinburgh, 1888. Der begnadete Ermittler Ian Frey wird von London nach Schottland zwangsversetzt. Für den kultivierten Engländer eine wahre Strafe. Als er seinen neuen Vorgesetzten, Inspector McGray, kennenlernt, findet er all seine Vorurteile bestätigt: Ungehobelt, abergläubisch und bärbeißig, hat der Schotte seinen ganz eigenen Ehrenkodex. Doch dann bringt ein schier unlösbarer Fall die beiden grundverschiedenen Männer zusammen: Ein Violinist wird grausam in seinem Heim ermordet. Sein aufgelöstes Dienstmädchen schwört, dass es in der Nacht drei Geiger im Musikzimmer gehört hat. Doch in dem von innen verschlossenen, fensterlosen Raum liegt nur die Leiche des Hausherren …

Das Buch beginnt am 23. Juni 1883, und wir begleiten Dr. Clouston, der zum Familiensitz der McGrays gerufen wird,da sich dort eine schreckliche Tragödie ereignet haben soll. So ist es dann auch, denn die Tochter des Hauses hat offenbar den Verstand verloren, ihre Eltern getötet und ihrem Bruder einen Finger abgeschnitten …

Die eigentliche Geschichte setzt am 9. November 1888 ein, und wir begleiten den eher steifen Aristokraten Ian Frey (den Ich-Erzähler), der bei Scotland Yard ermittelt und bereits einige Erfolge vorzuweisen hat, zu eine Treffen mit Commissioner Sir Charles Warren. Ganz London ist in Aufruhr, da Jack the Ripper am Morgen einen weiteren Mord begangen haben soll, doch Warren spricht auch von einem zweiten Mord an einem Musiker in Schottland und warnt Frey vor, dass sich bald einiges ändern wird.

Und so kommt es dann auch, denn Frey wird nicht nur nach Edinburgh versetzt, wo er sich mit dem miesepetrigen und abergläubigen Inspector Adolphus »Nine-Nails« McGray (der übrigens der oben erwähnte Bruder ist und den Spitznamen trägt, weil er nur noch neun Fingernägel hat) herumschlagen muss, dessen dubioser Sondereinheit er zugeteilt wurde, zu allem Überfluss trennt sich auch noch seine Verlobte von ihm und er muss sich der Frage stellen, ob ihm sein Beruf tatsächlich so wichtig ist, wie er immer gedacht hat.

Dann nimmt die Geschichte ihren Lauf, und ich habe zugegebenermaßen Wochen gebraucht, um das Buch zu beenden. Es wird nie wirklich spannend, die Figuren sind nicht sonderlich sympathisch, und mich hat auch die Sprache stellenweise sehr gestört (wobei ich da natürlich nicht weiß, ob das vom Original übernommen wurde oder eine Übersetzerentscheidung gewesen ist), sodass es letzten Endes auf das Urteil »ganz nett« hinausläuft.

Was die an Sherlock Holmes erinnernde Silhouette auf dem Cover soll, ist mir überdies schleierhaft, aber immerhin passt die Geige, da gleich mehrere Geigenspieler ums Leben kommen. Im Großen und Ganzen ist es jedoch kein schlechtes Buch – wahrscheinlich wurde ich nur auf dem falschen Fuß erwischt, weil ich schlichtweg andere Erwartungen hatte.

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Goldmann bei Amazon und bei Buch7 und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Peter Beyer
Originaltitel: The Strings of Murder
Originalverlag: Penguin

Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48505-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 20.02.2017

Ich bedanke mich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: »Zero« von Marc Elsberg

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Nachdem ich von »Blackout« überaus begeistert war (nachzulesen hier), hatte »Zero« anfangs einen etwas schweren Stand, da ich irgendwie nicht richtig in die Geschichte reinkam – doch ich muss im Nachhinein eingestehen, dass es an mir und nicht am Buch lag …

Das Thema ist brandaktuell: Zero ist eine Aktivistengruppe (vergleichbar mit Anonymus, aber nicht identisch!), die sich mit mehreren YouTube-Videos gegen Datenkraken ausspricht und deren Zerschlagung fordert. Als sie den amerikanischen Präsidenten mit Drohnen „angreifen“ und filmen, wird die ganze Welt auf die aufmerksam, und die Journalistin Cynthia Bonsant fängt für eine Artikelreihe an zu recherchieren. Zu diesem Zweck überlässt ihr der Redakteur eine Datenbrille, deren erstaunliche Funktionen Cynthias Tochter Vi derart begeistert, dass sie sich die Brille ausleiht und mit ihren Freunden testet – doch dabei kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall.

Was genau passiert und wie das alles mit der Internetplattform Freeme zusammenhängt, die ihren Nutzern ein besseres Leben ermöglichen will und dafür belohnt, dass diese ihre Daten zur Verfügung stellen, müsst ihr schon selbst lesen …

Hier die Verlagsinfos:

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen

London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …

Autorenwebsite Marc Elsberg www.marcelsberg.com

Marc Elsberg auf Facebook

Der Autor auf twitter.com

Am 23. April stellten sich Marc Elsberg und Sascha Lobo ihren Fragen zu den Chancen und Gefahren der digitalen Welt. Zum Online Live-Talk

Portrait des Autors im ZDF-Morgenmagazin Zum Video

buch der wissenschaft hat „Zero“ von Marc Elsberg in der Kategorie „Unterhaltung“ als Wissensbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet Zu den Wissensbüchern des Jahres 2014

Gespräch mit Marc Elsberg zum Thema Hackerangriffe in der Sendung „Kulturzeit“ im 3sat Zur Liveschaltung

„Wanna Cry“ Virus und die Folgen – Kultur / aspekte Zum Beitrag

Am Bayern 2-Thementag rund um Verschwörungstheorien plauderte Marc Elsberg in ‚Eins zu Eins. Der Talk‘ mit Moderator Achim Bogdahn Zur Sendung


Originaltitel: ZERO. Sie wissen, was du tust
Originalverlag: Blanvalet Verlag, München 2014

Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0093-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 17.10.2016

In jedem Fall habt ihr 480 Seiten spannende Unterhaltung, die mich zum Nachdenken gebracht hat über all die Geräte, mit denen wir heute tagtäglich umgehen und denen wir unsere Daten anvertrauen …

Weitere Infos erhaltet ihr bei Blanvalet, Buch7, Amazon sowie unter http://www.zero-das-buch.de/zero.php – auf der Webseite zum Buch erwarten euch außerdem interessante Hintergrundinformationen sowie exklusives Bonusmaterial.

Außerdem könnt ihr hier noch in eine Leseprobe reinschnuppern oder euch den Buchtrailer ansehen:

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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Rezension & Buchtipp: »Giants – Sie sind erwacht« von Sylvain Neuvel

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»Giants – Sie sind erwacht« von Sylvain Neuvel ist der Auftakt einer Science-Fiction-Serie, der vielversprechender nicht sein könnte. Das Buch hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen – ich habe den Roman in zwei Tagen regelrecht verschlungen. 🙂

Die Geschichte beginnt damit, dass die kleine Rose mit elf auf eine riesige Metallhand fällt, die von sechzehn mit seltsamen Schriftzeichen bedeckten Tafeln umgeben ist. Nachdem sie mehrere Stunden lang bewusstlos dort gelegen hat, wird sie gerettet, vergisst die Sache schließlich wieder, geht ganz normal zur Schule, aufs College und macht ihren Doktor in Physik. Siebzehn Jahre später schließt sich jedoch der Kreis und ihr wird die Leitung eines Forschungsteams übertragen, das die Tafeln und die Hand untersucht und zu einer unglaublichen Erkenntnis kommt: Die Hand ist nicht nur über sechstausend Jahre alt, sie gehört außerdem zu einem gigantischen Roboter, dessen Einzelteile auf der ganzen Welt vergraben wurden! Aber warum und von wem – und was genau kann dieser Roboter?

Viel mehr möchte ich von der spannenden Geschichte eigentlich auch gar nicht verraten, denn das, was da nach und nach ans Licht kommt, ist definitiv keine Sci-Fi-Standardkost …

Was dieses Buch neben der Story zu etwas ganz Besonderem macht, ist der Sprachstil: Es ist fast ausschließlich in Form von Interviews oder Tagebucheinträgen geschrieben. Das ist anfangs noch etwas ungewohnt, aber schon nach wenigen Seiten ist es mir nicht mehr groß aufgefallen – und im Nachhinein muss ich sagen, dass dieses Stilmittel perfekt zu der Story passt.

Für mich ist das Buch mein bisheriges Leseerlebnis des Jahres (auch wenn es schon 2016 erschienen ist), und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen!

Wenn ihr mal reinschnuppern möchtet, schaut doch mal in die Leseprobe.

Verlagsinfos:

Schlafende Giganten

Als die kleine Rose eines Abends beim Spielen in einer Höhle eine gewaltige Metallhand entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Fund ihr ganzes Leben verändern wird. Siebzehn Jahre später will sie, inzwischen eine herausragende Physikerin, das noch immer ungelöste Rätsel aufklären. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus Wissenschaftlern und Militärs findet Rose heraus, dass die Hand zu einem riesigen Roboter gehört, dessen Körperteile über den ganzen Globus verteilt sind. Doch wer hat den Roboter gebaut? Wann wurde er in der Erde vergraben? Und was bedeuten die seltsamen Zeichen auf dem Metall?

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Marcel Häußler
Originaltitel: Sleeping Giants
Originalverlag: Del Rey

Paperback, Broschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-31690-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.08.2016

Weitere Informationen zum Buch bei Heyne, Buch7 oder Amazon.

Die Fortsetzung »Giants – Zorn der Götter« ist übrigens am 9. Mai 2017 erschienen und wird dann auch demnächst hier besprochen.

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Urlaubslektüre 🙂

Herzlichen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Rezension: »Die Katzen von Montmartre« von Tessa Korber

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Huch, werden jetzt einige denken, das passt doch so gar nicht in mein Leseschema – aber irgendwie hat mich schon die Kurzinfo auf der Verlagsseite angesprochen:

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Katzen als Ermittler sind ja seit »Felidae« und »Kater Brown« nichts Unbekanntes, und doch hat mir dieser mit 256 Seiten recht kurze Roman einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Man taucht ein wenig in die Pariser Atmosphäre ein, begleitet die unterschiedlichen Vierbeiner und erfährt nebenbei eine ganze Menge über die Menschen, denen sie begegnen. Wirklich spannend ist die Geschichte zwar nie, auch wenn das Buch als Krimi eingestuft ist, sprachlich auch nicht besonders anspruchsvoll, aber ich fand ihn nett und kann ihn als Geschenk für Katzenfreunde durchaus empfehlen – vielleicht sogar als Last-Minute-Muttertagsgeschenk? 😉

Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei btb, Buch7 und Amazon.

Die Fakten:

Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71444-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.10.2016

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Rezension: »Die drei Sonnen« von Cixin Liu

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»Die drei Sonnen« von Cixin Liu, die Science-Fiction-Sensation aus China, wurde 2015 als erster chinesischer Roman überhaupt mit dem Hugo Award ausgezeichnet und wird international als ein Meilenstein des Genres gefeiert. Da musste ich mir den Roman natürlich auch mal genauer anschauen …

Die Geschichte beginnt 1967 in China, und man ist sofort mitten in der Kulturrevolution. Ich muss ja gestehen, dass mich diese ganzen chinesischen Namen zuerst ziemlich verwirrt haben – was allerdings eher dafür spricht, mehr chinesische Bücher zu lesen, und kein Manko dieses Romans ist. Jedenfalls lernen wir in den Wirrungen des im Umbruch befindlichen Chinas einige Charaktere kennen, die uns später noch mal  begegnen.

Teil zwei spielt achtunddreißig Jahre später und wir begleiten Professor Wang Miao zu einer sehr wichtigen Besprechung, erfahren von der Organisation »Frontiers of Science« und kommen langsam dahinter, was es mit diesem streng geheimen Forschungsprojekt auf sich hat, von dem wir schon bruchstückhafte Informationen erhalten haben. Dann gibt es da auch noch ein ominöses Computerspiel, reihenweise Wissenschaftler, die Selbstmord begehen, und einen rätselhaften Countdown. Wer mehr wissen will (beispielsweise, worum es in Teil drei geht), muss schon das Buch lesen, denn womöglich weiß noch nicht jeder, worauf die ganze Sache hinauslaufen wird, daher mag ich nicht spoilern …

Im Großen und Ganzen wird in diesem Roman eine wirklich komplexe und interessante Geschichte erzählt, aber seltsamerweise hat er mich einfach nicht gepackt. Zwar war es durchaus spannend, aber irgendwie zogen sich manche Abschnitte, sodass ich öfter mal längere Lesepausen eingelegt habe, und den zweiten Band »Der dunkle Wald«, der am 11. Juni 2018 erscheinen soll, werde ich mir vermutlich sparen. Was mir jedoch gut gefallen hat, war der Blick in einen völlig anderen Kulturkreis, der sich auch in vielen ungewohnten Bildern und Metaphern widerspiegelt, und vielleicht gebe ich dem Roman irgendwann eine zweite Chance und finde mehr Gefallen daran – wer weiß.

Verlagsinfos:

Die Science-Fiction-Sensation aus China

China, Ende der 1960er-Jahre: Während im ganzen Land die Kulturrevolution tobt, beginnt eine kleine Gruppe von Astrophysikern, Politkommissaren und Ingenieuren ein streng geheimes Forschungsprojekt. Ihre Aufgabe: Signale ins All zu senden und noch vor allen anderen Nationen Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen. Fünfzig Jahre später wird diese Vision Wirklichkeit – auf eine so erschreckende, umwälzende und globale Weise, dass dieser Kontakt das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird.

»Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue und lesen Sie „Die drei Sonnen“ von Cixin Liu.«

Denis Scheck, druckfrisch (Das Erste) (08.05.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Chinesischen von Martina Hasse
Originaltitel: 三部曲《三体》(The Three Body Problem Trilogy Book 1 – Sanbuqu Santi)

Paperback, Klappenbroschur, 592 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 3 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-453-31716-1

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 12.12.2016

Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Heyne, Buch7 und Amazon, außerdem möchte ich euch noch ein Interview mit dem Autor bei die zukunft sowie die (nicht ganz spoilerfreien)  Rezensionen im SciLogs von spektrum.de und bei der Süddeutschen Zeitung ans Herz legen.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!