Rezension: »Zero« von Marc Elsberg

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Nachdem ich von »Blackout« überaus begeistert war (nachzulesen hier), hatte »Zero« anfangs einen etwas schweren Stand, da ich irgendwie nicht richtig in die Geschichte reinkam – doch ich muss im Nachhinein eingestehen, dass es an mir und nicht am Buch lag …

Das Thema ist brandaktuell: Zero ist eine Aktivistengruppe (vergleichbar mit Anonymus, aber nicht identisch!), die sich mit mehreren YouTube-Videos gegen Datenkraken ausspricht und deren Zerschlagung fordert. Als sie den amerikanischen Präsidenten mit Drohnen „angreifen“ und filmen, wird die ganze Welt auf die aufmerksam, und die Journalistin Cynthia Bonsant fängt für eine Artikelreihe an zu recherchieren. Zu diesem Zweck überlässt ihr der Redakteur eine Datenbrille, deren erstaunliche Funktionen Cynthias Tochter Vi derart begeistert, dass sie sich die Brille ausleiht und mit ihren Freunden testet – doch dabei kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall.

Was genau passiert und wie das alles mit der Internetplattform Freeme zusammenhängt, die ihren Nutzern ein besseres Leben ermöglichen will und dafür belohnt, dass diese ihre Daten zur Verfügung stellen, müsst ihr schon selbst lesen …

Hier die Verlagsinfos:

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen

London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …

Autorenwebsite Marc Elsberg www.marcelsberg.com

Marc Elsberg auf Facebook

Der Autor auf twitter.com

Am 23. April stellten sich Marc Elsberg und Sascha Lobo ihren Fragen zu den Chancen und Gefahren der digitalen Welt. Zum Online Live-Talk

Portrait des Autors im ZDF-Morgenmagazin Zum Video

buch der wissenschaft hat „Zero“ von Marc Elsberg in der Kategorie „Unterhaltung“ als Wissensbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet Zu den Wissensbüchern des Jahres 2014

Gespräch mit Marc Elsberg zum Thema Hackerangriffe in der Sendung „Kulturzeit“ im 3sat Zur Liveschaltung

„Wanna Cry“ Virus und die Folgen – Kultur / aspekte Zum Beitrag

Am Bayern 2-Thementag rund um Verschwörungstheorien plauderte Marc Elsberg in ‚Eins zu Eins. Der Talk‘ mit Moderator Achim Bogdahn Zur Sendung


Originaltitel: ZERO. Sie wissen, was du tust
Originalverlag: Blanvalet Verlag, München 2014

Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0093-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 17.10.2016

In jedem Fall habt ihr 480 Seiten spannende Unterhaltung, die mich zum Nachdenken gebracht hat über all die Geräte, mit denen wir heute tagtäglich umgehen und denen wir unsere Daten anvertrauen …

Weitere Infos erhaltet ihr bei Blanvalet, Buch7, Amazon sowie unter http://www.zero-das-buch.de/zero.php – auf der Webseite zum Buch erwarten euch außerdem interessante Hintergrundinformationen sowie exklusives Bonusmaterial.

Außerdem könnt ihr hier noch in eine Leseprobe reinschnuppern oder euch den Buchtrailer ansehen:

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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Rezension & Buchtipp: »Giants – Sie sind erwacht« von Sylvain Neuvel

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»Giants – Sie sind erwacht« von Sylvain Neuvel ist der Auftakt einer Science-Fiction-Serie, der vielversprechender nicht sein könnte. Das Buch hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen – ich habe den Roman in zwei Tagen regelrecht verschlungen. 🙂

Die Geschichte beginnt damit, dass die kleine Rose mit elf auf eine riesige Metallhand fällt, die von sechzehn mit seltsamen Schriftzeichen bedeckten Tafeln umgeben ist. Nachdem sie mehrere Stunden lang bewusstlos dort gelegen hat, wird sie gerettet, vergisst die Sache schließlich wieder, geht ganz normal zur Schule, aufs College und macht ihren Doktor in Physik. Siebzehn Jahre später schließt sich jedoch der Kreis und ihr wird die Leitung eines Forschungsteams übertragen, das die Tafeln und die Hand untersucht und zu einer unglaublichen Erkenntnis kommt: Die Hand ist nicht nur über sechstausend Jahre alt, sie gehört außerdem zu einem gigantischen Roboter, dessen Einzelteile auf der ganzen Welt vergraben wurden! Aber warum und von wem – und was genau kann dieser Roboter?

Viel mehr möchte ich von der spannenden Geschichte eigentlich auch gar nicht verraten, denn das, was da nach und nach ans Licht kommt, ist definitiv keine Sci-Fi-Standardkost …

Was dieses Buch neben der Story zu etwas ganz Besonderem macht, ist der Sprachstil: Es ist fast ausschließlich in Form von Interviews oder Tagebucheinträgen geschrieben. Das ist anfangs noch etwas ungewohnt, aber schon nach wenigen Seiten ist es mir nicht mehr groß aufgefallen – und im Nachhinein muss ich sagen, dass dieses Stilmittel perfekt zu der Story passt.

Für mich ist das Buch mein bisheriges Leseerlebnis des Jahres (auch wenn es schon 2016 erschienen ist), und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen!

Wenn ihr mal reinschnuppern möchtet, schaut doch mal in die Leseprobe.

Verlagsinfos:

Schlafende Giganten

Als die kleine Rose eines Abends beim Spielen in einer Höhle eine gewaltige Metallhand entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Fund ihr ganzes Leben verändern wird. Siebzehn Jahre später will sie, inzwischen eine herausragende Physikerin, das noch immer ungelöste Rätsel aufklären. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus Wissenschaftlern und Militärs findet Rose heraus, dass die Hand zu einem riesigen Roboter gehört, dessen Körperteile über den ganzen Globus verteilt sind. Doch wer hat den Roboter gebaut? Wann wurde er in der Erde vergraben? Und was bedeuten die seltsamen Zeichen auf dem Metall?

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Marcel Häußler
Originaltitel: Sleeping Giants
Originalverlag: Del Rey

Paperback, Broschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-31690-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.08.2016

Weitere Informationen zum Buch bei Heyne, Buch7 oder Amazon.

Die Fortsetzung »Giants – Zorn der Götter« ist übrigens am 9. Mai 2017 erschienen und wird dann auch demnächst hier besprochen.

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Urlaubslektüre 🙂

Herzlichen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Rezension: »Die Katzen von Montmartre« von Tessa Korber

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Huch, werden jetzt einige denken, das passt doch so gar nicht in mein Leseschema – aber irgendwie hat mich schon die Kurzinfo auf der Verlagsseite angesprochen:

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Katzen als Ermittler sind ja seit »Felidae« und »Kater Brown« nichts Unbekanntes, und doch hat mir dieser mit 256 Seiten recht kurze Roman einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Man taucht ein wenig in die Pariser Atmosphäre ein, begleitet die unterschiedlichen Vierbeiner und erfährt nebenbei eine ganze Menge über die Menschen, denen sie begegnen. Wirklich spannend ist die Geschichte zwar nie, auch wenn das Buch als Krimi eingestuft ist, sprachlich auch nicht besonders anspruchsvoll, aber ich fand ihn nett und kann ihn als Geschenk für Katzenfreunde durchaus empfehlen – vielleicht sogar als Last-Minute-Muttertagsgeschenk? 😉

Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei btb, Buch7 und Amazon.

Die Fakten:

Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71444-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.10.2016

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Rezension: »Die drei Sonnen« von Cixin Liu

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»Die drei Sonnen« von Cixin Liu, die Science-Fiction-Sensation aus China, wurde 2015 als erster chinesischer Roman überhaupt mit dem Hugo Award ausgezeichnet und wird international als ein Meilenstein des Genres gefeiert. Da musste ich mir den Roman natürlich auch mal genauer anschauen …

Die Geschichte beginnt 1967 in China, und man ist sofort mitten in der Kulturrevolution. Ich muss ja gestehen, dass mich diese ganzen chinesischen Namen zuerst ziemlich verwirrt haben – was allerdings eher dafür spricht, mehr chinesische Bücher zu lesen, und kein Manko dieses Romans ist. Jedenfalls lernen wir in den Wirrungen des im Umbruch befindlichen Chinas einige Charaktere kennen, die uns später noch mal  begegnen.

Teil zwei spielt achtunddreißig Jahre später und wir begleiten Professor Wang Miao zu einer sehr wichtigen Besprechung, erfahren von der Organisation »Frontiers of Science« und kommen langsam dahinter, was es mit diesem streng geheimen Forschungsprojekt auf sich hat, von dem wir schon bruchstückhafte Informationen erhalten haben. Dann gibt es da auch noch ein ominöses Computerspiel, reihenweise Wissenschaftler, die Selbstmord begehen, und einen rätselhaften Countdown. Wer mehr wissen will (beispielsweise, worum es in Teil drei geht), muss schon das Buch lesen, denn womöglich weiß noch nicht jeder, worauf die ganze Sache hinauslaufen wird, daher mag ich nicht spoilern …

Im Großen und Ganzen wird in diesem Roman eine wirklich komplexe und interessante Geschichte erzählt, aber seltsamerweise hat er mich einfach nicht gepackt. Zwar war es durchaus spannend, aber irgendwie zogen sich manche Abschnitte, sodass ich öfter mal längere Lesepausen eingelegt habe, und den zweiten Band »Der dunkle Wald«, der am 11. Juni 2018 erscheinen soll, werde ich mir vermutlich sparen. Was mir jedoch gut gefallen hat, war der Blick in einen völlig anderen Kulturkreis, der sich auch in vielen ungewohnten Bildern und Metaphern widerspiegelt, und vielleicht gebe ich dem Roman irgendwann eine zweite Chance und finde mehr Gefallen daran – wer weiß.

Verlagsinfos:

Die Science-Fiction-Sensation aus China

China, Ende der 1960er-Jahre: Während im ganzen Land die Kulturrevolution tobt, beginnt eine kleine Gruppe von Astrophysikern, Politkommissaren und Ingenieuren ein streng geheimes Forschungsprojekt. Ihre Aufgabe: Signale ins All zu senden und noch vor allen anderen Nationen Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen. Fünfzig Jahre später wird diese Vision Wirklichkeit – auf eine so erschreckende, umwälzende und globale Weise, dass dieser Kontakt das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird.

»Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue und lesen Sie „Die drei Sonnen“ von Cixin Liu.«

Denis Scheck, druckfrisch (Das Erste) (08.05.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Chinesischen von Martina Hasse
Originaltitel: 三部曲《三体》(The Three Body Problem Trilogy Book 1 – Sanbuqu Santi)

Paperback, Klappenbroschur, 592 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 3 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-453-31716-1

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 12.12.2016

Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Heyne, Buch7 und Amazon, außerdem möchte ich euch noch ein Interview mit dem Autor bei die zukunft sowie die (nicht ganz spoilerfreien)  Rezensionen im SciLogs von spektrum.de und bei der Süddeutschen Zeitung ans Herz legen.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Rezension: „Redshirts“ von John Scalzi

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Sie sind immer die Ersten – tot oder lebendig …

Fähnrich Andy Dahl heuert als Redshirt auf der Intrepid, dem Flaggschiff der Universal Union, an. Damit geht für den jungen Mann scheinbar ein Traum in Erfüllung. Bis er feststellt: Die Sterblichkeitsrate unter seinen Kollegen mit der roten Oberbekleidung auf Außeneinsätzen ist erschreckend hoch – und steigert sich noch, wenn ein Führungsoffizier mit dabei ist. Fest entschlossen, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, wagen sich Dahl und seine Kollegen dahin, wohin noch nie zuvor ein Mensch gegangen ist: In die Wartungsschächte der Intrepid …

Weitere Infos zum Buch bei Random House oder Amazon.

Dieses Buch hat mich vor allem als Trekkie gereizt, und in der ersten Hälfte wurden auch all meine Erwartungen erfüllt: Es ist witzig, teilweise skurril und hat echt gute Ansätze (ich mag hier nicht spoilern, da es wirklich schade wäre, zu früh zu viel zu verraten) – aber nach Kapitel folgt noch Coda I-III und darin hatte mich der Autor leider schnell völlig verloren. Die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Schreibstile machten es zu einer mühseligen Aufgabe, auch noch den Rest zu lesen (ich habe einige Wochen gebraucht, bis ich damit durch war, dabei ist es kein besonders langes Buch), und mir hätte es deutlich besser gefallen, wenn nach Kapitel 24 einfach Schluss gewesen wäre.

Von mir gibt es daher nur wohlwollende 3 von 5 Punkten, und um das Ganze hier nicht zu negativ ausarten zu lassen, könnt ihr euch noch im folgenden Video angucken, wie John Scalzi und Wil Wheaton aus dem Roman lesen, denn das ist durchaus lohnenswert.

Rezension: „Vierundzwanzig Stunden“ von Guillaume Musso

 

Arthur Sullivan Costello bekommt von seinem Vater, zu dem er nicht gerade ein enges Verhältnis hat, einen Leuchtturm überschrieben, und das soll auch sein einziges Erbe sein. Allerdings gibt es einen Haken: Er darf die zugemauerte Tür im Keller auf gar keinen Fall öffnen – aber warum liegt denn ein nagelneuer, noch mit Preisschild versehener Vorschlaghammer in dem Raum? Natürlich kann Arthur der Versuchung nicht widerstehen, und schon steckt er im schlimmsten Dilemma, das er sich hätte ausmalen können …

Die erste Hälfte von „Vierundzwanzig Stunden“, dem aktuellen Roman von Guillaume Musso, ist richtig spannend, man taucht langsam in eine Geschichte ein, die einen immer mehr in ihren Bann zieht – aber dann kommt ein ziemlicher Bruch. Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen und zur Seite gelegt hatte, war ich anfangs doch sehr enttäuscht, da sich das Ganze in eine völlig andere Richtung entwickelt hat, als ich erwartet hatte. Inzwischen bin ich zwar ein wenig versöhnt, finde aber schon, dass man mehr aus der Geschichte hätte machen können.

Fazit: 3 von 5 Leuchttürmen

 

»Ein fesselnder Roman, den man in weniger als 24 Stunden verschlungen hat.« L’Express

Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind – die Zeit …

  • € 16,99 [D], € 17,50 [A]
  • Erschienen am 01.06.2016
  • 384 Seiten, Klappenbroschur
  • Übersetzt von: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
  • ISBN: 978-3-86612-401-1

Weitere Infos bei Piper und Amazon.

Herzlichen Dank an NetGalley für das Rezensionsexemplar.

Rezension: „Lagune“ von Nnedi Okarofor

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Wow, was für ein Buch! Nnedi Okarofor wirft einen in eine Geschichte voller abgefahrener Ideen, die außerdem in Lagos spielt, was für mich ohnehin schon eine exotische Location darstellt.

Aber von vorn: Zu Beginn lernen wir die Meeresbiologin Adaora, den Rapper Anthony und den Soldaten Agu kennen, die gerade erst ein einschneidendes Erlebnis hinter sich haben und sich offenbar zufällig an einer Kreuzung begegnen, nur um von einer Woge ins Meer geschwemmt zu werden. Doch das war kein Zufall, denn dort treffen sie die geheimnisvollen Außerirdischen, die kurz zuvor gelandet sind, und kehren später zusammen mit Ayodele, einer der Fremden, an Land zurück, wo die Geschichte ihren Lauf nimmt. Diverse Fraktionen wollen sich der Kräfte der Außerdischen bemächtigen und sie für ihre Zwecke einspannen, und es stellt sich natürlich die Frage: Wer sind die Fremden und was wollen sie auf der Erde und ausgerechnet in Lagos?

Mich hat das Buch sehr schnell gepackt und nicht mehr losgelassen, und ich bin immer noch sehr beeindruckt von der unglaublichen Fantasie und dem Ideenreichtum der Autorin. Dieser außergewöhnliche Sci-Fi-Roman, der von Claudia Kern übersetzt wurde, weiß durch seine glaubhaften Charaktere, die realistischen Schauplätze und seine Sprachgewalt zu beeindrucken.

Mein Urteil: 4 von 5 Aliens

Lagune

von Nnedi Okorafor
Erscheinungsdatum: 11.10.2016
12×18, TB, 370 Seiten, Preis: 18,00
ISBN 9783864258732
Inhalt

Chaos bricht aus!

Im Internet wird verbreitet, dass vor der Küste einer der bevölkerungsreichsten Städte der Welt Außerirdische gelandet sind! Bald darauf versuchen das Militär, religiöse Führungspersönlichkeiten, Diebe und Wahnsinnige zu kontrollieren, was für Informationen auf YouTube und in den Straßen verbreitet werden. In der Zwischenzeit beraten die politischen Supermächte über einen nuklearen Präventivschlag, der die Eindringlinge auslöschen soll. Alles, was zwischen siebzehn Millionen Einwohnern und deren Tod steht, sind ein außerirdischer Botschafter, eine Biologin, ein Rapper, ein Soldat …

Rezensionen

„Lagune vermischt ein traditionelles SF-Thema – Erstkontakt mit Besuchern von den Sternen – mit afrikanischem, magischen Realismus und erzeugt so einen lyrischen, poetischen Mix, der einen Blick auf sozialen Mangel, religiösen Überschwang und die Macht der Geschichten auf unsere Leben wirft.“

(The Guardian)

„…der Erzählmagie dieses für uns Westeuropäer doppelt exotischen Erstkontaktromans, der Afrika atmet, seine Menschen und Strukturen kennt und beschreibt und wirklich faszinierend andersartige Aliens auffährt, kann man sich … kaum verschließen.“

(Die Zukunft)

Weitere Infos bei Cross Cult und Amazon.

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Herzlichen Dank an Cross Cult für das Rezensionsexemplar!

Rezension: »Die Begabte« von Trudi Canavan

Die Magie der tausend Welten von Trudi Canavan

Die Magie der tausend Welten von Trudi Canavan

Nachdem ich vor Jahren die erste Trilogie von Trudi Canavan »Die Gilde der Schwarzen Magier« über die Geschichte von Sonea gelesen und die äußerst sympathische Autorin auch mal bei einer Lesung hier in Berlin erlebt habe, hatte ich doch irgendwie keine Lust, auch noch die anschließende »Sonea«-Trilogie zu lesen.

Aber nun hat die Autorin mit »Die Magie der tausend Welten« eine neue Reihe begonnen, die sich um den jungen Studenten Tyen dreht, der bei archäolgischen Auisgrabungen in einem Grab  ein faszinierendes magisches Buch entdeckt. Darin ist das Bewusstsein einer Frau gefangen, die vor vielen Jahren einmal Buchbinderin war und sich den Zorn eines mächtigen Magiers zugezogen hatte. Und nicht nur das, »Mein Einband und meine Seiten sind meine Haut. Meine Bindung ist mein Haar, zusammengedreht und mit Nadeln aus meinen Knochen und Leim von meinen Sehnen genäht«, teilt sie ihm mit.

Tyen ist natürlich sofort fasziniert von dem geheimnisvollen »Geist«, und er nimmt das Buch mit und verschweigt den Fund nach einer abenteuerlichen Flucht aus dem Ausgrabungsgebiet sogar seinem Professor und seinen Kommilitonen.

Ich will jetzt gar nicht mehr so viel zu der Geschichte sagen, die sich anfangs um Tyen dreht, später aber auch noch mit der Färberstochter Rielle beschäftigt, die eine ganz besondere Gabe hat und die Schwärze sehen kann, die nach dem Einsatz von Magie zurückbleibt.

Der junge Archäologe Tyen entdeckt ein magisches Buch, in dem seit vielen Jahrhunderten das Bewusstsein einer Frau gefangen ist: Pergama war einst eine talentierte Buchbinderin, bis ein mächtiger Magier sie mit einem Zauber belegte und dazu verfluchte, für alle Zeit das Wissen der Welt in sich aufzunehmen. Und so weiß Pergama, dass Tyens Heimat und allen, die ihm am Herzen liegen, eine schreckliche Katastrophe droht. Allerdings kann sie Tyen nur helfen, wenn es ihm gelingt, den Fluch des Buches zu brechen. Und tatsächlich hat Tyen keinen dringlicheren Wunsch, als Pergama zu befreien – der längst seine Liebe gehört.

Der Auftakt zur neuen Fantasy-Trilogie …

Webseite der Autorin www.trudicanavan.com

Übersicht über Trudi Canavan und ihre Bücher bei Blanvalet und Penhaligon Zum Special

Die Autorin auf twitter.com

Website zu den Büchern von Trudi Canavan [engl.] www.trudicanavan.net

„Canavan versteht es meisterhaft, Spannung zu erzeugen […] wie in […] ‚Sonea‘ gelingt es ihr in ‚Die Magie der tausend Welten‘, ausgefeilte, lebendige Charaktere zu erschaffen und eine […] fantasievolle Geschichte […] zu erzählen.“

Hamburger Morgenpost (18.12.2014)

Die ganze Geschichte ist, wie die bisherigen Bücher von Trudi Canavan, die ich gelesen habe, nett geschrieben, und man möchte nach Abschluss des Buches wissen, wie es denn mit den Protagonisten weitergeht, allerdings ist diese vom Steampunk angehauchte Welt nur bedingt etwas für Freunde der High Fantasy. Meiner Ansicht nach hätte man im Lektorat auch gut ein wenig den Rotstift ansetzen können, da die Story oftmals recht langatmig ist und auf den sechshundertzeiundsiebzig Seiten doch nicht immer zu fesseln weiß. Ich habe beim Lesen immer wieder längere Pausen eingelegt und ein anderes Buch dazwischengeschoben, wollte aber dann doch immer wieder wissen, wie es weitergeht, und ich habe mir den nächsten Band trotz allem auf die Leseliste gesetzt.

Fazit: 3 von 5 Pergamas mit viel Luft nach oben

Weitere Infos auf der Seite von Penhaligon: http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Magie-der-tausend-Welten.-Die-Begabte/Trudi-Canavan/Penhaligon/e390112.rhd#biblios

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Michaela Link
Originaltitel: Millenium’s Rule 01: Thief’s Magic
Originalverlag: Orbit, London 2014

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 672 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-7645-3105-8

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penhaligon

Erschienen: 10.11.2014

Vielen Dank an Random House für das Rezensionsexemplar!

Buchtipp: »Star Wars Erben des Imperiums« von Timothy Zahn

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Seltsamerweise ist diese Trilogie völlig an mir vorbeigegangen, und das, obwohl ich sowohl im Star-Wars-Rollenspiel »Am Rande des Imperiums« als auch im MMORPG »Star Wars The Old Republic« eine Chiss-Kopfgeldjägerin spiele … Natürlich war mir der Name Thrawn ein Begriff, aber die Bücher hatte ich nie gelesen.

Doch diese Wissenslücke wird jetzt geschlossen!

Worum geht’s überhaupt?

Sie glaubten, das Imperium wäre endgültig besiegt …

Fünf Jahre sind seit dem Sieg über den Imperator vergangen und die Galaxis versucht, sich von den Auswirkungen des Krieges zu erholen. Tausende von Lichtjahren entfernt aber hat der letzte der imperialen Kriegsherren, der brillante Großadmiral Thrawn, das Kommando über die zerrüttete Imperiale Flotte übernommen – und richtet diese auf die noch schwache Neue Republik. Denn Thrawn hat zwei entscheidende Entdeckungen gemacht, die alles zerstören könnten, wofür Luke Skywalker, Han Solo, Prinzessin Leia und all die tapferen Rebellen so hart gekämpft haben …

Die Jubiläumsausgabe des erfolgreichen Romans – jetzt mit Einleitung und Anmerkungen des Autors Timothy Zahn, exklusiven Kommentaren von Lucasfilm und des Originalverlags und einer brandneuen Bonusstory.

Timothy Zahn (Autor)

Timothy Zahn wurde 1951 in Chicago geboren, lebt in Oregon und ist heute einer der beliebtesten Science-Fiction-Autoren der USA. Sein bekanntestes Werk ist die Thrawn-Trilogie, die mehrere Jahre nach dem Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ spielt und die Geschichte des Star-Wars-Universums in eine neue Zeit vorantreibt („Expanded Universe“). Diesen Büchern folgte eine Reihe weiterer Star-Wars-Romane. Für seine Novelle Cascade Point wurde Zahn mit dem renommierten „Hugo Award“ ausgezeichnet.

Der erste Band spielt also einige Jahre nach Episode VI, und wir steigen in die Geschichte ein, während die junge Republik noch in den Kinderschuhen steckt und unsere drei Helden versuchen, ihren Platz darin zu finden. Leia, die mit Zwillingen schwanger ist und sich nach und nach mit ihren Jedi-Kräften vertraut macht, steht sehr unter Druck, da sie politisch und privat viel um die Ohren hat und dann auch noch bedroht wird. Han Solo setzt natürlich alles daran, seine Familie zu beschützen, und Luke bekommt außerdem noch Botschaften von einem anderen Jedi, obwohl es doch gar keine mehr geben sollte …

Mir ist der Einstieg in den Roman sehr leicht gefallen, und ich war im Nu drin in der Geschichte und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Story ist spannend geschrieben und zieht einen sofort in ihren Bann, sodass man irgendwann gar nicht mehr merkt, dass sie eigentlich nicht einmal von George Lucas stammt, sondern von Timothy Zahn geschrieben wurde (der sich allerdings auch im »Star Wars«.-Universum bestens auskennt). Die Jubiläumsausgabe zum 20-jährigen Jubiläum der Originalausgabe ist überdies voller Anmerkungen, in denen man viel über die Entstehungsgeschichte des Buches und Mengen an Hintergrundinformationen erhält.

Von meiner Seite aus eine klare Kaufempfehlung, vor allem, aber nicht nur für Star-Wars-Fans!

5 von 5 Sturmtrupplern 🙂

Weitere Informationen bei Blanvalet unter http://www.randomhouse.de/Paperback/Star-Wars-Erben-des-Imperiums/Timothy-Zahn/Blanvalet-Taschenbuch/e414383.rhd#biblios

Um euch ein bisschen Lust auf das Buch zu machen, hier eine Leseprobe zum Reinschnuppern: 9783442269143_Leseprobe

Star Wars™ Erben des Imperiums, 9 Jahre nach Eine neue Hoffnung

Aus dem Amerikanischen von Thomas Ziegler, Andreas Kasprzak
Originaltitel: Star Wars™ Heir to the Empire
Originalverlag: Bantam Books, New York 1991/ 2011

Paperback, Broschur, 592 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-442-26914-3

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 18.02.2013


Gelesen habe ich es unter anderem mit meinem Kater Luke auf dem Bauch im Bett, der es jetzt wie ich kaum erwarten kann, den zweiten Band anzufangen. 🙂

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Vielen Dank an Random House für das Rezensionsexemplar!

Alan Dean Foster: Star Wars™. Das Erwachen der Macht

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Vor mehr als 30 Jahren, in Die Rückkehr der Jedi-Ritter, wurde die Galaxis dank des mutigen Eingreifens von dem Jedi Luke Skywalker, Prinzessin Leia Organa und dem ehemaligen Schmuggler Han Solo von der Tyrannei des Imperiums befreit. Der Imperator und Darth Vader sind tot, und mit ihnen wurde die Dunkle Seite der Macht besiegt. Doch der Kampf um die Galaxis ist noch nicht vorbei …

Nachdem mich der Film zugegebenermaßen begeistert hat, musste ich natürlich auch das Begleitbuch „Star Wars™. Das Erwachen der Macht“ von Alan Dean Foster (übersetzt von Michaela Link) dazu lesen, denn man hofft ja immer darauf, noch mehr Zusatzinformationen und -geschichten zu bekommen.

In dieser Hinsicht wurde ich leider enttäuscht, da im Grunde genommen nur die Geschichte des Films nacherzählt wird, und das in der für Alan Dean Foster* oftmals sehr umständlichen und ermüdenden Art und Weise. Zur Story an sich muss ich wohl auch nicht mehr viel sagen, da vermutlich jeder, der sich für dieses Buch interessiert, den Film kennt und wenigstens ein Mal gesehen hat …

Luke Skywalker ist verschwunden.
In seiner Abwesenheit hat sich
die finstere ERSTE ORDNUNG
aus der Asche des Imperiums
erhoben und wird nicht eher ruhen,
bis Skywalker, der letzte Jedi, vernichtet ist.
Mit Unterstützung der REPUBLIK
führt General Leia Organa
den tapferen WIDERSTAND an.
Sie ist verzweifelt bemüht,
ihren Bruder Luke zu finden
und seine Hilfe zu bekommen,
um Frieden und Recht
in der Galaxis wiederherzustellen.
Leia hat ihren wagemutigsten
Piloten auf eine geheime Mission
nach Jakku geschickt, wo ein alter
Verbündeter einen Hinweis
auf Lukes Verbleib entdeckt hat …

Außerdem hat mich stellenweise die bemühte Eindeutschung mancher Begriffe genervt, was allerdings auch daran liegen kann, dass ich in letzter Zeit vor allem englische Star-Wars-Bücher gelesen habe – doch dass BB-8 in den Dialogen „Beebee-Acht“ und C-3PO „Ce-Dreipeo“ geschrieben wird, war zwar nachvollziehbar, aber auch sehr gewöhnungsbedürftig.

Dennoch hat es mir Spaß gemacht, ein weiteres Mal in die Handlung einzutauchen (die passenden Bilder dazu hatte ich natürlich dank des Films im Kopf), sodass der mit 352 Seiten nicht besonders lange Roman einen brauchbaren Unterhaltungswert besitzt. Viel mehr sollte man sich allerdings auch nicht erhoffen …

Fazit: Nette Unterhaltung, für Fans durchaus lohnenswert, für alle anderen, die den Film gesehen haben, eher vernachlässigbar.

Wertung: Drei von fünf Sturmtrupplern

Zum Reinschnuppern hier die Leseprobe:

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Weitere Infos auf der Seite des Penhaligon-Verlags oder bei Amazon.

Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

  • Alan Dean Foster hat nicht nur zahlreiche Filmbegleitbücher geschrieben, sondern auch unzählige andere Romane, und da ich fünf Bücher aus der Pip-und-Flinx-Reihe, einen weiteren aus der Commonwealth-Ära sowie die Wendepunkt-Trilogie übersetzt habe, hat mich sein Schreibstil hier leider umso mehr gestört, da ich mir für diesen Roman etwas anderes gewünscht hätte.