Rezension: »Cheesecakes, Pies & Tartes«

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Als bekennender Käsekuchenfan wollte ich dieses Buch unbedingt haben, und nun liegt es schon seit einer Weile auf dem Stapel der zu rezensierenden Bücher … Eigentlich hatte ich gehofft, mal endlich ein paar schöne Fotos von den gebackenen Köstlichkeiten machen zu können, aber irgendwie klappt das aus diversen Gründen nicht, daher jetzt eine Rezension ohne eigene Fotos.

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Ich backe normalerweise Käsekuchen nach einem Rezept meiner Großmutter, bei dem der Kuchen ohne Boden daherkommt, oder mache gleich handlichere köstliche Käsekuchenmuffins. Was ich überhaupt nicht mag, sind Kuchenböden aus mit Butter zusammengepappten zerbröselten Keksen welcher Art auch immer (wie man sie früher auch gern unter Philadelphia-Torte hatte), von daher habe ich diese Rezepte auch gleich weggelassen oder deutlich abgewandelt. Der oben abgebildete Lemon-Cheesecake ist übrigens gleich das dritte Rezept im Buch und sehr lecker mit dem lockeren Teig und dem köstlichen Lemon-Curd-Topping. :)

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Die Rezepte sind unterteilt in Cheesecakes, Cheesecake-Bars (siehe oben ein Beispiel, die kamen eigentlich alle gut an), glutenfreie Cheesecakes, Lieblings-Pies, Tartes aus Europa, glutenfreie Tartes, »Free Form and Hybrids« und Herzhaftes.

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Es sind auch reichlich deftigere Rezepte enthalten, von denen ich noch lange nicht alle ausprobiert habe. Anfangs war ich bei den herzhaften Cheesecakes skeptisch, aber bisher konnten mich alle überzeugen – man sollte allerdings Käse mögen. ;-)

Schön finde ich die vielen glutenfreien Rezepte, da ich einerseits nicht unbedingt einen Boden brauche und so auch Alternativen für Freunde mit Glutenallergie zur Hand habe.

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Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, da wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist und bisher alles sehr lecker schmeckte. Mit der schönen Aufmachung und den stimmungsvollen Bildern ist es definitiv eine Bereicherung meines Kochbuchregals.

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»Star Wars Kochbuch: Cantina«

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»Star Wars: Cantina – 40 Rezepte aus einer weit, weit entfernten Galaxis« war eines der »Nerd-Kochbücher«, das ich unbedingt haben musste, so als Star-Wars- und Kochbuchfan.

Und das Buch ist wirklich sehr schön aufgemacht. Die Rezepte wurden einzelnen Planeten wie Tatooine, Kashyyk oder Jakku zugeordnet, was an sich mal eine witzige und neue Idee ist, manchmal aber etwas zu gewollt rüberkommt, und in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen wie »Padawan-Niveau« oder »Jedi-Meister-Niveau« eingeteilt, sodass man gleich weiß, wie viel Arbeit einen so erwartet. Während der Padawan meist nur die einzelnen Zutaten vermischen muss, hat ein Jedi-Meister schon recht anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen.

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Auch Jedis mögen Käsekuchen :)

Stellenweise fragt man sich zwar schon, welchen Bezug dieses Rezept jetzt eigentlich noch zu »Star Wars« hat, aber solange das Endergebnis schmeckt und die ganze Sache überzeugend präsentiert wird, drücke ich da auch mal ein Auge zu.

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Die Bilder sind stellenweise etwas dunkel, aber die Rezepte werden im Großen und Ganzen sehr wirkungsvoll präsentiert, und die einzelnen, nach Systemen sortierten Kapitel werden mit einer netten kleinen Einführung eingeleitet.

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Auch dieses Buch ist eine schöne Geschenkidee für »Star Wars«-Fans und Freunde ausgefallener Kochbücher,  das sich viele vermutlich vor allem als Sammlerstück ins Regal stellen werden – wenngleich die Rezepte größtenteils durchaus brauchbar sind. Ich habe es jedenfalls gern in meine Sammlung aufgenommen und bedanke mich ganz herzlich bei Panini für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: »MINECRAFT: DAS ULTIMATIVE INOFFIZIELLE KOCHBUCH FÜR MINECRAFTER«

Wie ich ja schon einmal angemerkt habe, bin ich ein großer Kochbuchfan (und ich koche und backe zur Entspannung auch sehr gern), und insbesondere »Nerd-Kochbücher« haben es mir angetan. Da ich ja seit einiger Zeit eine Romanreihe zu »Minecraft« übersetze und eine weitere lektoriere, kam ich am »Ultimativen inoffiziellen Kochbuch für Minecrafter« natürlich nicht vorbei – das mir vom Panini-Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

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Wer jetzt aber glaubt, dass man mit den Rezepten nichts anfangen kann, der hat sich gewaltig geirrt. Zwar tragen viele Rezepte logischerweise Minecraft-typische Namen und sind optisch an Spielelemente angelehnt, aber der Großteil ist durchaus alltagstauglich und essbar. Hinter einer »Hühnerreiter-Kraftbrühe« verbirgt sich beispielsweise eine ganz normale leckere Hühnersuppe, die eigentlich jedem schmecken dürfte.

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Einige süße Sachen wie die oben abgebildeten Marshmallow-Ghasts oder die nachfolgenden Spinnenaugen im Glas mögen auf den ersten Blick vielleicht für jeden sehr ansprechend aussehen, lassen aber garantiert die Herzen von Minecraft-Fans höher schlagen.

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Für Schleimwürfel braucht man auch kein besonderes Insiderwissen, wird aber garantiert jeden Wackelpuddingfreund glücklich machen.

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Meiner Ansicht nach ist das Buch ein lustiges Geschenk für Menschen, die entweder etwas mit Minecraft anfangen können oder auf abgefahrene Kochbücher stehen, wobei ich es für Kinder aufgrund der nicht immer einfachen Rezepte nur eingeschränkt empfehlen würde.

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Rezension: »Bios« von Daniel Suarez

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Der Roman »Bios« von Daniel Suarez fängt gleich so packend an, dass ich das Buch erst gar nicht wieder aus der Hand legen konnte. Dabei wird man eigentlich sofort in eine verwirrende Geschichte hineingeworfen.

Am Anfang befinden wir uns in einer illegalen Kinderwunschklinik, denn im Jahr 2045 ist es technisch möglich, die Gene von Embryonen so manipulieren, dass die Kinder später bestimmte Eigenschaften aufweisen und beispielsweise besonders klug, athletisch oder muskulös werden. In zahlreichen Ländern sind derartige Eingriffe jedoch nur erlaubt, um bestimmte Genstörungen, die auf einer von der UN genehmigten Liste stehen, zu beheben, was dazu führte, dass zahlreiche illegale Labors aus dem Boden schossen.

In Kapitel zwei lernen wir dann den Protagonisten Kenneth Durand kennen, der eine bunte Vergangenheit hat und nun bei Interpol als Fahnder in der Abteilung Genkriminalität arbeitet. Rasch überschlagen sich die Ereignisse, und es wird offensichtlich, dass Marcus Wyckes, einen Kartellboss, der sich nicht nur auf den Handel mit verbotenen Daten spezialisiert hat, sondern dem überdies noch ein ganz anderer wissenschaftlicher Durchbruch gelungen zu sein scheint …

Das Wild, das du jagst: Du bist es selbst
Im Jahr 2045 ist das Zeitalter der Technik Geschichte; die biologische Moderne ist angebrochen. Algen und Pilze bauen Autogehäuse, die Boomstädte Asiens werden nachts von Leuchtbäumen erhellt. Auch vor dem menschlichen Körper macht die Bio-Revolution nicht halt. Jeder will hochgezüchtete Designer-Babies, ob legal oder nicht. Die Zeche zahlen andere.
Kenneth Durand leitet bei Interpol den Kampf gegen diese Genkriminalität. Und ein Mann steht dabei im Fadenkreuz: Marcus Demang Wyckes, Kopf eines so mächtigen wie skrupellosen Kartells. Eines Tages erwacht Durand aus dem Koma. Man hat ihn entführt. Er sieht anders aus. Seine DNA ist verändert. Er ist Marcus Demang Wyckes. Der Mann, der weltweit gesucht wird.

Ich kann den Thriller nur wärmstens empfehlen, der mir spannende Lesestunden beschert und mich überdies auch zum Nachdenken über diese durchaus denkbare Zukunftsvision angeregt hat. Trotz einiger kleiner Schwachstellen ist das von Cornelia Holfelder-von der Tann hervorragend übersetzte Buch mein erster Buchtipp des Jahres!

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Weitere Informationen findet ihr beispielsweise bei Rowohlt (dort gibt es auch eine Leseprobe), Buch7 und bei Amazon und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise hier: https://mybookshop.shop-asp.de/).

Bibliografie

  • Verlag:  rororo
  • Erscheinungstermin:  17.11.2017
  • Lieferbar
  • 544 Seiten
  • ISBN:  978-3-499-29133-3
  • übersetzt von: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Deutsche Erstausgabe

Herzlichen Dank an den rororo-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Interessant ist übrigens, dass es die im Buch genutzte CRISPR-Methode heute bereits gibt und gerade in letzter Zeit öfter mal heiß diskutiert wird. Wer da noch weiterlesen möchte, kann dies beispielsweise bei Wikipedia, Transparenz Gentechnik oder diesem Artikel des Tagespiegel tun.

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Buchtipp: »Poe – Illustrated Tales of Mystery and Imagination«

 

Dieses Buch lag als einziges englischsprachiges Exemplar auf dem Remittendentisch und musste natürlich sofort mit! Es enthält zehn Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe, darunter Klassiker wie »The Pit and the Pendulum« und »The Black Cat« sowie Gedichte wie »The Raven«, die alle wunderschön und manchmal auf sehr eigene Weise mit Illustrationen versehen wurden.

Poe-Liebhaber und Menschen, die sein Werk kennenlernen möchten, sollten mal einen Blick in diesen Hardcoverband mit Lesebändchen werfen, und wer wie ich schön gestaltete Bücher liebt, wird seine wahre Freude an diesem Werk haben. Ein dickes Lob an den »Die Gestalten Verlag«, der diese von namhaften Illustratoren verschönerte Ausgabe möglich gemacht hat.

»Anansi Boys« von Neil Gaiman

BBC Radio gibt sich momentan mit diversen Hörspielreihen richtig Mühe, und aktuell kann man sich online unter anderem die Adaption von »Anansi Boys« aus der Feder von Neil Gaiman anhören. Die insgesamt sechs Folgen stehen nach der Ausstrahlung 30 Tage online zur Verfügung – also hört doch mal rein. :-)

A new, six-part adaptation of Neil Gaiman’s mythical fantasy about the trickster god Anansi and his unsuspecting son Charlie. Starring Jacob Anderson and Lenny Henry.

Alle weiteren Infos sowie die Links zum Anhören findet ihr hier.

Und bevor jemand fragt: Ja, eine der Hauptrollen spricht Jacob Anderson, den viele vermutlich als Grey Worm aus »Game of Thrones« kennen.

Hörspielserie »Die drei Sonnen«

Illustration zur Hörspielserie: Die drei Sonnen

 

Den Roman »Die drei Sonnen« von Cixin Liu hatte ich hier ja schon mal rezensiert, und auch wenn ich nicht so begeistert von dem Buch war, werde ich ihm als Hörspiel noch einmal eine Chance geben.

Hörspiel? Ihr habt richtig gelesen. Der WDR hat dazu eine zwölfteilige Hörspielreihe produziert und stellt diese für begrenzte Zeit auch als Download zur Verfügung. Alle weiteren Informationen und die Downloadlinks findet ihr hier.

Welche Auswirkungen hätte das bevorstehende Eintreffen von Außerirdischen für unsere menschliche Zivilisation? Das Hörspiel nach dem international gefeierten Science-Fiction-Bestseller von Cixin Liu inszeniert die Welt vor ihrem potentiellen Ende.

Zurück in die Vergangenheit: China 1967. Zur Zeit der Kulturrevolution wird die Astrophysikerin Ye Wenjie Zeugin, wie ihr Vater umgebracht wird. Er hatte den als reaktionär gebrandmarkten Theorien Einsteins nicht abschwören wollen. Sie begegnet, was sie als Natur des Menschen zu begreifen lernen wird: Dem Bösen.

In der entlegenen Militärbasis „Rotes Ufer“ erhält Ye Wenjie die Möglichkeit, an einem streng geheimen Forschungsprojekt teilzunehmen. In dessen Zentrum steht die Kontaktaufnahme mit Außerirdischen. Angesichts des sie umgebenden erhabenen Hinggan-Gebirges und der fortschreitenden Zerstörung der Natur im Namen des Fortschritts, begleitet sie eine schmerzhafte Frage: Liegt Böses in allem, was der Mensch ganz selbstverständlich tut und für richtig hält? Sie setzt etwas in Gang, dessen Folgen unüberschaubar sind.

Die Hörspiele stehen ab 25.12 befristet zum Download zur Verfügung.

Ich hab während der nächsten langen Bahnfahrt jedenfalls was auf den Ohren … ;-)

Blogwichteln 2017 Teil 2

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Nachdem mich meine liebe Kollegin Maike Claußnitzer mit ihrer Rezension der wunderschönen Bilderbuchtrilogie rund um den Hühnerdieb bewichtelt hat (nachzulesen hier), habe ich ihr nun ebenfalls eine Rezension geschenkt und mich mit der Graphic Novel »Die Traumfabrik 1 – Der Riese und die Nackttänzerin« von Panini beschäftigt. Den Beitrag könnt ihr hier lesen (kleiner Spoiler: Mir hat der Band sehr gut gefallen – ist vielleicht auch noch ein Last-Minute-Geschenktipp? ;-)).

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Last-Minute-Geschenktipp: Nerd-Kochbücher

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Wer auf die letzte Minute noch ein Geschenk braucht, kann ja mal einen Blick in die Kochbuchabteilung des nächsten Buchladens werfen, denn da stehen inzwischen längst nicht nur Standardkochbücher rum …

Vielmehr gibt es inzwischen zu so gut wie jedem Fandom mindestens ein passendes Kochbuch, und der Großteil davon, ist sogar ziemlich gut und enthält neben brauchbaren Rezepten oftmals lustige Fotos oder Geschichten aus dem jeweiligen Universum (hier kann ich natürlich nur für die sprechen, die ich auch kenne).

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Auf den Fotos seht ihr eine Auswahl der Bücher, die ich aus meinem Regal gezogen habe – es gibt selbstverständlich noch sehr viele andere Bücher im Handel, denn inzwischen haben so einige Verlage erkannt, das in diesem Bereich noch eine ganze Menge geht ..

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Vielleicht habe ich euch ja auf eine Idee gebracht und ihr geht noch mal fix im nächsten Buchladen stöbern? :)


PS: Ich kann demnächst gern Rezensionen zu den einzelnen Büchern verfassen, falls Interesse besteht; der Großteil müsste eigentlich noch im Handel erhältlich sein.

Rezension & Geschenktipp: »Der Meisterkoch«

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»Der Meisterkoch« von Saygin Ersin fiel mir in erster Linie aufgrund des wunderschönen Covers ins Auge, und dann las ich den Klappentext und wusste, dass ich diesen Roman unbedingt lesen möchte.

Allein der erste Satz versetzt einen schon in eine andere Zeit und Welt und lässt erahnen, was einen erwartet:

An diesem Abend wurde im Hause des angesehenen Istanbuler Kaufmanns Hüsnü Bey Zümrützade ein Gast bewirtet, der nicht nur von seiner körperlichen Statur, sondern auch vom Rang her zu den wirklich Großen zählte. Siyavuş Agha, der Waffenmeister des Sultans höchstpersönlich, hatte die Güte besessen, Hüsnü Beys bescheidenes Heim mit seiner Gegenwart zu beehren.

Es ist sowohl dem Autor als auch dem Übersetzer Johannes Neuner gelungen, den Leser allein durch die treffende und perfekte Sprache vom ersten Augenblick an in die richtige Stimmung zu versetzen, und das Schönste an der Sache ist, dass es das ganze Buch hindurch anhält.

Wir lernen im ersten Kapitel erst einmal zahlreiche Personen kennen, die um 1600 in Istanbul eine wichtige Rolle spielen, und dann geht es auch schon los mit der Beschreibung der fantastischen Gerichte, die bei dieser Tafel aufgetischt werden und vom titelgebenden Meisterkoch zubereitet wurden.

Der »Küchenmeister«, wie der Protagonist über weite Teile des Buches genannt wird, ist nämlich mit einer besonderen Gabe auf die Welt gekommen: Er ist Geschmacksbeherrscher. Diese seltene Gabe ermöglicht es ihm, jede einzelne Zutat und jedes Gewürz aus einem Gericht herauszuschmecken und einen Geschmack derart zu perfektionieren, dass beim Essen ein bestimmtes Gefühl erzeugt wird.

Aber es geht hier nicht allein ums Kochen, denn in Rückblenden wird die Geschichte dieses Kochs erzählt. Wir erfahren mehr über seine Kindheit im Sultanspalast, seine abenteuerliche Flucht, seine Ausbildung zum Küchenmeister, seinen faszinierenden Weg zum vollkommenen Geschmacksbeherrscher und warum er sich überhaupt im Hause des Kaufmanns Hüsnü Bey Zümrützade aufgehalten hat – denn der Küchenmeister verfolgt einen Plan! All das wird auf wirklich zauberhafte Weise dargestellt, und man taucht richtiggehend in diese Zeit und die verschiedenen Küchen ein, dass man schon glaubt, den Duft der Gerichte in der Nase und ihren Geschmack auf der Zunge zu haben.

Istanbul um 1600, Blütezeit des Osmanischen Reichs. Im Topkapi-Palast kommt ein außergewöhnliches Kind zur Welt, der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das grausame Massaker mithilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. In Bagdad studiert er Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die Herrin der Aromen in Gewürzkunde, und die symbolische Meisterschaft verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandria. Als Meisterkoch kehrt er zurück nach Istanbul, wo er seine große Liebe Kamer, die begnadete Tänzerin, wiederfinden will. Und er hat sich geschworen, Rache zu nehmen für die Ungerechtigkeiten, die ihm als Kind widerfahren sind. Schließlich wähnt er sich am Ziel seines Strebens: die legendäre Palastküche, Inbegriff aller kulinarischer Wonnen, raffiniertester Intrigen und gefährlicher Eifersucht …

Alles in allem ist es ein wirklich wundervolles Buch, das einen auf eine genussvolle und abenteuerliche Reise mitnimmt, die einen nicht mehr loslässt und die man so schnell nicht mehr vergisst.

Wenn ihr noch ein bisschen reinschnuppern möchtet, findet ihr hier eine Leseprobe.

Ich bin jedenfalls begeistert und kann das Buch auch als Geschenktipp nur empfehlen! :-)

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Hoffmann und Campe, bei Amazon und bei Buch7 und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (viele sind auch online unter https://mybookshop.shop-asp.de/ zu finden).

Autor: Saygin Ersin
Titel: Der Meisterkoch
ISBN: 978-3-455-00148-8
Verlagsbereich: Atlantik – Belletristik
Einband: Schutzumschlag
Produktart: Buch
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 05.10.2017
Übersetzung: Johannes Neuner
20,00 (D)
20,60 (A)
26,90 (CH)

Ich bedanke mich beim Verlag Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar.

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Ein dickes Lob auch noch mal an den Covergestalter, denn so springt einem dieser Titel wirklich ins Auge, was er auch verdient hat. Das Orignalcover sieht im Vergleich dazu eher schlicht aus, hat aber auch was.

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