„Deutsch“ in amerikanischen Filmen/Serien

Bei einer der letzten Folgen von »The Big Bang Theory« fragte ich mich wieder einmal, was ich da eigentlich gerade gehört habe …

Folgende Situation: Sheldon ist krank und bittet Amy, ihm das Lied „Soft Kitty“ vorzusingen (regelmäßige TBBT-Gucker wissen Bescheid). Doch als sie es einmal auf Englisch gesunden hat, möchte er noch die deutsche Version hören, und da horcht man als Deutsche natürlich auf. Hier erst einmal der Ausschnitt:

 

„Weiches Kätzchen, warmes Kätzchen, das nie und nimmer … (miaut? murrt? WTF?), Liebes Kätzchen, müdes Kätzchen … (schnurrt, schnurrt, schnurrt???).“ Alles in Klammern ist geraten.

Gut, es hat schon deutlich schlimmere Varianten von „deutscher Aussprache“ in Filmen und Serien gegeben,und das „mörrt“ und „schnörrt“ kann man eigentlich schon wieder ganz witzig finden – aber die große Frage bleibt doch: Warum fragen die Macher dieser Filme und Serien nicht jemanden, der sich damit auskennt? Ich weiß ja nicht, wie „Mandarin-Chinesisch“ und „Navaho“ für Muttersprachler klingen, vermute aber mal, dass sie ähnlich irritiert vor dem Fernseher sitzen. Wahrscheinlich wurde aus Kosten- und Zeitgründen darauf verzichtet, einen Übersetzer oder Dolmetscher zurate zu ziehen und sich nach der korrekten Aussprache zu erkundigen, und das hat man nun davon … Hut ab vor Mayim Bialik, die das ohne mit der Wimper zu zucken durchzieht.

Ich bin mal gespannt, wie das in der deutschen Synchronisation gelöst wird.

Jetzt verratet mir doch mal, was ihr an den Stellen, die ich eingeklammert habe, versteht …

8 Gedanken zu “„Deutsch“ in amerikanischen Filmen/Serien

  1. Das habe ich auch verstanden. Hier finde ich es ja in Ordnung, da die Figur ja auch keine Deutsche ist. Peinlich wird es, wenn jemand, der gutes Deutsch sprechen soll, unverständliche Laute von sich gibt.

    Da lobe ich mir die Macher von „Fargo“ in der ersten Folge der dritten Staffel gibt es eine Verhörszene in Ostberlin (zu DDR-Zeiten), dafür haben sie tatsächlich deutsche Schauspieler engagiert (unter anderem Sylvester Groth).

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    • Du hast völlig recht, wirklich schlimm finde ich das hier jetzt auch nicht, es fiel mir nur wieder mal auf … Aber da gibt es weitaus schlimmere Beispiele (mir fällt nur gerade keins ein ^^).
      Fargo muss ich auch endlich mal gucken; die Serie habe ich noch nicht mal angefangen, aber man kommt ja zu nix … 😉

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  2. Schnörrt und mörrt.
    Ich finde das hier auch nicht schlimm, sondern eigentlich realistisch. Ich will nicht wissen, wie die Lieder in mir unbekannten Sprachen, die ich im Laufe meines Lebens gesungen haben, für Muttersprachler geklungen hätten. Das wurde mir zum ersten Mal bewusst, als ich Englisch gelernt hatte und dann einen Hit aus meiner Kindheit hörte. Aber ich habe auch schon Filme gesehen, wo angebliche Deutsche etwas mit fürchterlichem Akzent und falscher Aussprache sagten. Mal nachdenken …

    Gefällt 1 Person

    • Oh ja, bei Liedern frage ich mich auch heute manchmal, ob das so richtig ist, was ich da mitsinge … 😀
      Amy sollte auch eher als lustiges Beispiel dienen, aber ich kann ja demnächst mal ein paar andere raussuchen und verbloggen

      Gefällt 1 Person

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