Rezension: „Lagune“ von Nnedi Okorafor

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Wow, was für ein Buch! Nnedi Okorafor wirft einen in eine Geschichte voller abgefahrener Ideen, die außerdem in Lagos spielt, was für mich ohnehin schon eine exotische Location darstellt.

Aber von vorn: Zu Beginn lernen wir die Meeresbiologin Adaora, den Rapper Anthony und den Soldaten Agu kennen, die gerade erst ein einschneidendes Erlebnis hinter sich haben und sich offenbar zufällig an einer Kreuzung begegnen, nur um von einer Woge ins Meer geschwemmt zu werden. Doch das war kein Zufall, denn dort treffen sie die geheimnisvollen Außerirdischen, die kurz zuvor gelandet sind, und kehren später zusammen mit Ayodele, einer der Fremden, an Land zurück, wo die Geschichte ihren Lauf nimmt. Diverse Fraktionen wollen sich der Kräfte der Außerirdischen bemächtigen und sie für ihre Zwecke einspannen, und es stellt sich natürlich die Frage: Wer sind die Fremden und was wollen sie auf der Erde und ausgerechnet in Lagos?

Mich hat das Buch sehr schnell gepackt und nicht mehr losgelassen, und ich bin immer noch sehr beeindruckt von der unglaublichen Fantasie und dem Ideenreichtum der Autorin. Dieser außergewöhnliche Sci-Fi-Roman, der von Claudia Kern übersetzt wurde, weiß durch seine glaubhaften Charaktere, die realistischen Schauplätze und seine Sprachgewalt zu beeindrucken.

Mein Urteil: 4 von 5 Aliens

Lagune

von Nnedi Okorafor
Erscheinungsdatum: 11.10.2016
12×18, TB, 370 Seiten, Preis: 18,00
ISBN 9783864258732
Inhalt

Chaos bricht aus!

Im Internet wird verbreitet, dass vor der Küste einer der bevölkerungsreichsten Städte der Welt Außerirdische gelandet sind! Bald darauf versuchen das Militär, religiöse Führungspersönlichkeiten, Diebe und Wahnsinnige zu kontrollieren, was für Informationen auf YouTube und in den Straßen verbreitet werden. In der Zwischenzeit beraten die politischen Supermächte über einen nuklearen Präventivschlag, der die Eindringlinge auslöschen soll. Alles, was zwischen siebzehn Millionen Einwohnern und deren Tod steht, sind ein außerirdischer Botschafter, eine Biologin, ein Rapper, ein Soldat …

Rezensionen

„Lagune vermischt ein traditionelles SF-Thema – Erstkontakt mit Besuchern von den Sternen – mit afrikanischem, magischen Realismus und erzeugt so einen lyrischen, poetischen Mix, der einen Blick auf sozialen Mangel, religiösen Überschwang und die Macht der Geschichten auf unsere Leben wirft.“

(The Guardian)

„…der Erzählmagie dieses für uns Westeuropäer doppelt exotischen Erstkontaktromans, der Afrika atmet, seine Menschen und Strukturen kennt und beschreibt und wirklich faszinierend andersartige Aliens auffährt, kann man sich … kaum verschließen.“

(Die Zukunft)

Weitere Infos bei Cross Cult und Amazon.

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Herzlichen Dank an Cross Cult für das Rezensionsexemplar!

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