Wie wird man eigentlich Romanübersetzerin?

Auch das ist eine sehr gute Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt …

Bei mir war es damals so, dass ich bereits im Spielebereich zahlreiche Übersetzungen gemacht hatte, mich als Leseratte aber auch Bücher reizten. Und so bewarb ich mich bei zahlreichen Verlagen (kleiner Tipp am Rande: Wenn man noch gar kein Buch übersetzt hat, ist das nicht gerade aussichtsreich), aber ein kleiner Spartenverlag hatte Mitleid mit mir – oder ich konnte ihn von meiner Leidenschaft für Bücher überzeugen ^^ –, und so erschien 2004 der von mir übersetzte Roman »Der Fluch der sieben Sterne« von Kim Newman im Festa-Verlag als Sammlerausgabe.

Danach übersetzte ich noch weitere Bücher für den Verlag, streute zwischenzeitlich ein paar Comics ein und hatte 2007 das Glück, die »Pip und Flinx«-Reihe von Alan Dean Foster für Bastei Lübbe zu übernehmen. Wenn man dann erst einmal bei einem Verlag mit einem Lektor zusammenarbeitet und dieser zufrieden ist, stehen die Chancen natürlich besser, dass auch Folgeaufträge kommen – was jedoch nicht bedeutet, dass man sich akquisetechnisch auf die faule Haut legt …

Und seitdem wird die Titelliste lang und immer länger, aber auch heute freue ich mich noch besonders über epische Fantasy, einfallsreiche Science-Fiction, packende Thriller und gut geschriebene Romane, die ich selbst gern lesen würde und dann natürlich umso lieber übersetze.

Aber ich kann euch garantieren, wenn ihr zehn LiteraturübersetzerInnen fragt, werdet ihr vermutlich zehn verschiedene Geschichten hören, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind, wobei sie vermutlich trotzdem zwei Dinge gemeinsam haben: die Liebe zu Büchern und zur Sprache.

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