„Deutsch“ im Netz oder ist der Imperativ schon tot?

„Betrete die Zukunft“ fordert mich ein Newsletter gerade auf, der von einem Weltunternehmen (!) kommt, das sich offenbar weder einen Lektor noch einen Korrekturleser leisten kann oder möchte …

Facebookeinträge und Tweets, aber auch Blogbeiträge und sogar Firmenwebseiten und Werbetafeln strotzen teilweise nur so von Grammatik-, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern, dass man manchmal gar nicht weiß, worüber man sich zuerst aufregen soll …

Dass das Setzen von Kommata (ja, man darf sie jetzt auch Kommas nennen) heutzutage eine Kunst für sich ist, lasse ich ja noch gelten, auch wenn es trotz allem nicht schaden kann, hin und wieder mal eins an die richtige Stelle zu setzen, da dies den Lesefluss doch deutlich steigert. Der gute, viel zitierte Satz „Komm wir essen Opa“ bzw. „Komm, wir essen, Opa“ muss auch hier mal wieder herhalten, demonstriert er doch schön, wie dieses schlichte kleine Komma den Sinn eines Satzes entscheidend verändern kann.

Was mich in letzter Zeit jedoch richtig auf die Palme bringt, ist das Scheitern vieler am Imperativ. Wie oft habe ich schon gelesen „Lese“ anstatt „Lies“, „Geb“ anstatt „Gib“, „Ess“ anstatt „Iss“ und analog dazu „Fress“ anstatt „Friss“ … Das kann doch echt nicht euer Ernst sein! Wird das heutzutage im Deutschunterricht nicht mehr gelehrt? Und wenn es mich bei Privatpersonen schon nervt, bringt es mich bei Unternehmen auf die Palme, denn die sparen definitiv am falschen Ende, wenn sie nicht mal die paar Euro für die Korrektur übrig haben, nachdem sie für Webeslogans mehrere Tausend Euro verballern!

Sorry, das musste mal raus …

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